Robyn Rihanna Fenty

Rihanna

Cover: Rihanna
Phaidon Verlag, Berlin 2019
ISBN 9780714878010
Gebunden, 504 Seiten, 140,00 EUR

Klappentext

In deutscher und englischer Sprache. Das Buch zeigt intime Fotografien ihres Lebens als Künstlerin, Performerin, Designerin und Unternehmerin, von ihrer Kindheit auf Barbados bis zu ihren weltweiten Tourneen, von ikonischen Modemomenten bis hin zu privaten Aufnahmen mit Freunden und Familie. Viele dieser Bilder wurden noch nie veröffentlicht. Diese großformatige Ausgabe umfasst 504 Seiten mit 1.050 Farbbildern auf 3 verschiedenen Papiersorten und 7 ein- und doppelseitigen Ausklappseiten, 9 eingebundenen Broschüren, 1 Einlegeblatt und einem doppelseitigen, herausnehmbaren Poster.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.11.2019

Rezensent Dietmar Dath, bereits vom schauspielerischen Auftritt der Sängerin in "Valerian" beeindruckt, respektiert Rihannas neuen Bildband zumindest für die kunstpolitische Idee, die er ausdrückt. Zwischen Modestrecke und Dokumentarfilm versammelt der Band Fotos der Sängerin, denen, Daths Beschreibungen nach zu urteilen, fast schon mystische Qualitäten zukommen. Rihanna als erhabenes Wesen, als "Drachenpriesterin", die selbst neben Größen wie Kanye West und Paul McCartney im Bild nicht untergeht, staunt Dath. Rein musikalisch betrachtet erachtet der Rezensent aktuell zwar andere Künstlerinnen wie FKA twigs für anspruchsvoller, auch wenn er einräumt, dass Rihanna durchaus mehr zu bieten habe als Ohrwürmer wie "Umbrella". Ihr Verdienst sei es jedoch, dass sie am konsequentesten die kunstpolitische Idee von der chamäleonartigen "Selbstdarstellung als Überwindung einer Kunstauffassung" umsetze - so auch plakativ in diesem Bildband, lässt der Rezensent verstehen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.11.2019

Im Pop gilt insbesondere und schon immer: Mehr als der Inhalt zählt das Medium. Wenn Rihanna ein "mehrere hundert Seiten dickes und mehrere Kilo schweres, schubladengroßes Buch" veröffentlicht, dann, weiß Rezensent Jens-Christian rabe, ist es nicht so wichtig, was in diesem Buch drin ist, sondern dass es dieses Buch gibt. Eine Autobiografie soll "Rihanna" sein. Dass darin kein einziges Wort geschrieben steht, ist vielleicht bezeichnend. Hier wird ein Konzept von Pop ersichtlich, das laut Rabe eigentlich schon tot ist und eben nur noch von Glamour-Diven wie Béyonce und Rihanna aufrecht erhalten wird. Seine Hauptbestandteile sind: Perfektion, Unnahbarkeit, Reichtum, Unberührbarkeit und Mühelosigkeit, analysiert der Rezensent. Man sieht reichlich Fotos aus dem vermeintlichen Privatleben, die ausnahmslos Glanz ausstrahlen. Was der Rezensent davon hält, lesen wir nur zwischen den Zeilen. Vielleicht ist auch entscheidender, dass diese Rezension überhaupt existiert.
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