Robin Alexander
Letzte Chance
Der neue Kanzler und der Kampf um die Demokratie

Siedler Verlag, München 2025
ISBN 9783827502001
Gebunden, 384 Seiten, 25,00 EUR
ISBN 9783827502001
Gebunden, 384 Seiten, 25,00 EUR
Klappentext
Friedrich Merz steht vor gewaltigen Aufgaben. Während Trump und Putin die alte Weltordnung zerstören, droht die AfD die politische Mitte in Deutschland zu sprengen. Der neue Bundeskanzler will ganz anders regieren als die abgewählte Ampel-Koalition. Dabei sind die Herausforderungen, an denen die Ampel krachend gescheitert ist, dieselben geblieben: Wirtschaftskrise, Klimawandel, Migration und Aufrüstung der Bundeswehr. Ist Friedrich Merz, der bislang keine Regierungserfahrung hat und schon angeschlagen sein Amt antritt, seiner Aufgabe gewachsen? Und was muss er aus dem Desaster der Ampel lernen, um die vielleicht letzte Chance zu nutzen, unsere Demokratie vor dem endgültigen Aufstieg der extremen Rechten zu bewahren? In dieser entscheidenden Phase der deutschen Politik erzählt Robin Alexander die Geschichte hinter den Kulissen: von Merz' Tabubruch mit der AfD und Geheimgesprächen mit Olaf Scholz bis hin zum Drama um das Billion-Schuldenpaket. Sein Buch zeigt, warum die politisch Handelnden in einer zersplitterten Parteienlandschaft und einer aufgeheizten Öffentlichkeit immer weniger imstande sind, die großen Herausforderungen zu bewältigen.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info)
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 03.07.2025
Mit Wonne gibt sich Rezensent Alexander Cammann in seiner Kurzkritik der "Alexander-Technik des Hinter-den-Kulissen-Erzählens" hin. Im Grunde tue der bekannte Politikjournalist nur so, als würde er Sachbücher schreiben, in Wirklichkeit bereite er Faktenmaterial zu Politromanen auf. Cammanns Kritik ist kurz: Ganz verständlich kann er nicht machen, ob Friedrich Merz tatsächlich zum Romanhelden taugt. Aber das Buch ist unterhaltsam, gut für den Strand, schließt Cammann.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.06.2025
Interessantes Buch, vor allem für Friedrich Merz, meint der hier rezensierende Historiker Florian Keisinger, der hier von Robin Alexander, dem stellvertretender Welt-Chefredakteur, am Beispiel der Ampel erklärt bekommt, wie man besser nicht regieren sollte. Aber auch Merz bekommt sein Fett weg, vor allem weil er vor der Bundestagswahl wider besseres Wissen schlichtweg geleugnet habe, dass die Schuldenbremse ausgesetzt werden muss. Dieses Umdenken beschreibt Alexander dem Rezensenten "detail- und anekdotenreich", auch wenn der Autor zugeben müsse, dass die AfD mit ihrer Klage gegen die Aufhebung der Schuldenbremse noch erfolgreich sein könnte. Aber dass Merz Fehler korrigieren und umdenken kann, rechnet Alexander ihm an, erzählt der Kritiker, der selbst dazu keine Meinung zu haben scheint.
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