Rike Drust, Nele Palmtag
Hört mal!
(Ab 3 Jahren)

Kunstanstifter Verlag, Mannheim 2025
ISBN 9783948743369
Gebunden, 16 Seiten, 20,00 EUR
ISBN 9783948743369
Gebunden, 16 Seiten, 20,00 EUR
Klappentext
"Ihr könnt euch mal gehackt legen!" Ja, ganz richtig gehört … oder doch nicht? Denn tatsächlich ist sich niemand auf der Straße sicher, was der Herr im karierten Hemd jetzt wirklich gebrüllt hat. Will er sich nackt ins Gras legen? Kann er den schweren Sack heben? Die Friseurin denkt sich, klar kann er hier mal durchfegen. Die Jogginggruppe wiederum ist überzeugt, er würde jetzt nicht aufgeben! Oder muss er doch ganz schnell nach Norwegen? Nele Palmtag und Rike Drust spielen Stille Post mal anders: nämlich als Brülle-Post! Ob Polizistin, Straßenmusiker oder Kinder im Stadtgarten - alle verstehen etwas anderes.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 04.08.2025
Rezensentin Judith von Sternburg freut sich über ein spaßiges, die Fantasie anregendes Leporello von Nele Palmtag und Rike Drust, bei dem ein etwas struppiger Mann aus Ärger gegen das Straßengewusel "Ihr könnt euch mal gehackt legen!" ruft und für nachhaltige Verwirrung sorgt. In dieser "Brülle-Post-Kette" versteht nämlich jeder der detailreich gestalteten Umstehenden etwas anderes, wie Sternburg verrät, das sorgt für großes Chaos und bei Kindern sicher für viel Entdeckerfreude. Dass niemand den Mann fragt, was er eigentlich gesagt hat, ist dann vielleicht so eine Art Moral, mutmaßt die Kritikerin zum Ende.
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 31.05.2025
Das Kinderspiel "Stille Post" hat Jan Drees zufolge viel mit unserer Zeit zu tun, in der Desinformation gestreut wird, in der Hoffnung, dass sie sich verfängt. Umso besser, dass es zwei neue Kinderbücher gibt, die sich damit befassen: Bei Andrea Tuschka streiten sich Bär und Maus über mehrfache Kanäle, Maus' "mir tut überhaupt nichts leid" kommt beim Bär als "mir tut es furchtbar leid" an. Drees lobt neben der Versöhnungsgeschichte zudem, wie durch Rebekka Stelbrinks Illustrationen, die frei und kreativ zusammengesetzt werden, eine "eigensinnige Collage in Beinahe-3D" entsteht. Bei Nele Palmtag und Rike Drust schreien stattdessen ständig alle rum und verstehen sich trotzdem nicht, so Drees: Statt "Ihr könnt Euch mal gehackt legen!" werden von "Kackleben" bis "Er will mal meinen Mann pflegen" die verrücktesten Dinge gehört. In dem bunten, mit Tusche gestalteten Leporello zeigt sich für den Kritiker, dass wir lautstärkeunabhängig das hören, was wir hören wollen, wie er schließt.
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