Mehr als drei Monate wird die kleine Kim Lacquemont in der Stadt in der Mitte des endlosen Regenwaldes mit ihrer Familie in einem Keller gefangen gehalten. Sie überlebt, scheinbar unter dem Schutz einer rätselhaften hölzernen Maske, dem Abbild eines entsetzlichen dämonischen Mischwesens aus Mensch und Insekt. Fünfundvierzig Jahre später: Dutzende Exemplare der gleichen Maske tauchen in einem stillgelegten Parkhaus im Stadtzentrum von Brüssel auf. Täglich verschwinden Kinder spurlos, die Zahl wächst rasant, ein Ende ist nicht abzusehen. Die Polizei steht vor einem Rätsel, manche sprechen gar von einem Krieg.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.04.2014
Markus Huber fühlt sich gefordert mit diesem dritten Roman von Richard Hayer. Das liegt an der Art und Weise, wie der Autor seine Geschichte einer Traumaverarbeitung im Herzen Afrikas mit der Geschichte Kongos und literarischen Anspielungen (Conrad!) verbindet. Huber gerät beim Lesen in einen Dschungel aus Zeichen und ein Netz der Verschränkung von Vergangenheit und Gegenwart. Eine Erfahrung, die er mit der Heldin, die in Kisangani nach ihrer verschwundenen Nichte sucht, teilt. Das ist mehr als Exotik und Thriller, meint Huber.
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