In Burundi, einem der ärmsten Länder dieser Erde, bereitet sich der Präsident auf seine dritte Amtszeit vor. Seine Kabinettskollegen streiten über die Nachfolge und der Verteidigungsminister wird in die Luft gesprengt. Schlägertruppen beherrschen das Straßenbild, es droht ein neuer Genozid. Die staatlichen Terroristen machen vor Geistlichen nicht halt, drei Ordensschwestern werden ermordet. Die reiche Welt hat kein Interesse. Der Vatikan schweigt. Die letzten Journalisten verlassen das Land. Vier selbsternannte Detektive stellen sich dem Terror und finden mitten im Kongo eine gesellschaftliche Utopie und eine Antwort auf die Taten.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 28.09.2023
Rezensent Konrad Hummler ist, stellt er gleich zu Beginn klar, ein Fan des Juraprofessors und Autors Christoph Nix, dessen nun vorliegendes Buch eine Afrikatrilogie abschließt. Die Handlung ist komplex, lernen wir, es wird viel gestorben, Gewalt ist allgegenwärtig. Auf einer weiteren Ebene jedoch entwirft Nix die Utopie eines anderen Afrikas, in der alle Konflikte sich in Wohlgefallen aufgelöst haben, erfahren wir. Da schwingen Arthur Conan Doyle und Hermann Hesse mit, findet Hummler, und auch eine nicht zu zerstörende Sehnsucht nach einem menschheitsgeschichtlichen Ursprungsort. Auch dieses Paradies bleibt bei Nix freilich nicht unangetastet, versichert der Kritiker.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 25.08.2023
Rezensentin Sylvia Staude staunt, wie gut Christoph Nix seine Figuren zeichnet, knapp und einprägsam. Der kleine Roman, Teil einer Trilogie, in der der Autor Herz für und Kenntnis über den afrikanischen Kontinent zeigt, wie Staude meint, führt sie nah an die Verhältnisse aus Korruption und Gewalt in Burundi heran und an den Mord an drei Ordensschwestern. Die Hintergründe der Morde versuchen eine Reihe von Personen im Roman aufzuklären, darunter der deutsche Botschafter und ein BKA-Mann, erläutert Staude. Eine "nachtdunkle" Geschichte, so die Rezensentin.
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