Klappentext

Aus dem Englischen von Sebastian Vogel. Richard Dawkins erzählt die Geschichte seines Lebens - von der Kindheit im kolonialen Afrika über sein Studium in Oxford bis zur Karriere als einer der einflussreichsten Wissenschaftler weltweit. Er berichtet von seiner Ankunft im Flower-Power-Kalifornien der 60er Jahre, von der Party zum 42. Geburtstag seines Freundes Douglas Adams, den freundschaftlichen Streitgesprächen mit dem Erzbischof von Canterbury, von bahnbrechenden Erkenntnissen in der Evolutionsbiologie und seiner großen Liebe zur Lyrik. Anhand seines weitverzweigten Familienstammbaums erklärt er die Vererbungslehre, und die Entwicklung der Theorie des egoistischen Gens wird bei ihm zum Wissenschaftsthriller. Wenn er beschreibt, wie er vom Gläubigen zum Atheisten wurde, versteht man, welche Rolle Religion für den Menschen spielt.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 26.03.2016

Der deutschen Fassung von Richard Dawkins' Autobiografie liegen eigentlich zwei englische Bücher zugrunde, deren erstes von Dawkins' Kindheit und seinen frühen wissenschaftlichen Jahren handelt, während das zweite thematisch aufgebaut ist und von der Gegenwart aus geschrieben ist, weiß Friedrich Wilhelm Graf. Das zweite Buch, also der zweite Teil in "Die Poesie der Naturwissenschaften", kann der Rezensent nicht leiden, weil ihm Dawkins darin hauptsächlich selbstverliebt vorkommt, gibt Graf zu. Der erste Teil hingegen enthält einige spannende Passagen über das Aufwachsen im zusammenschnurrenden Empire und über die Unbill des Internatslebens eines Kolonialbeamtenkindes, lobt der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.03.2016

Rezensent Burkhard Müller würdigt Richard Dawkins soeben erschienene siebenhundertseitige Autobiografie zwar als Ereignis, vergisst aber leider auszuführen, weshalb. Natürlich verweist der Kritiker darauf, dass der berühmte Evolutionsbiologe mit seinen Vorträgen ganze Stadien füllt, allerdings verliert sich Müller in seiner Besprechung vor allem in der Erläuterung von Dawkins Theorie, die ihm bisher zahlreiche Ehrungen einbrachte. Offenbar amüsiert hat der Rezensent hier auch von Dawkins Werdegang gelesen: Vergnügliche Anekdoten, ein Besuch bei der Queen etwa, kommen in dem Buch auch vor, informiert der Kritiker, dem das Privatleben des Wissenschaftlers aber zu kurz kommt.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2016

Der Biologe Richard Dawkins hat seine Meriten als Evolutionsbiologe erworben, aber das war in den 70er Jahren, seitdem hat er nach Ansicht des Rezensenten Thomas Weber nicht mehr viel zur wissenschaftlichen Forschung beigetragen. Immerhin hat er ein breiteres Publikum mit dem Thema vertraut gemacht, bevor er dann noch mehr Furore als Religionskritiker machte. Das geht für Weber schon in Ordnung, was ihn an diesem Buch allerdings mächtig aufstößt, ist die Überheblichkeit, mit der Dawkins seine Thesen vertritt. Ein wenig von der Bescheidenheit Darwins hätte ihm gut getan, denkt sich der Rezensent.
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