Mit 28 SW-Abbildungen. Ungeschminkt teilt Reinhold Messner die Essenz seiner Lebenserfahrung und ringt um Begriffe wie Mut, Leidenschaft und Verantwortung. Wie riecht Heimat? Wie viel Freiraum braucht ein Kind? Wie überlebenswichtig sind Angst, Egoismus und Instinkt? Reinhold Messner skizziert in Etappen seinen Weg vom Südtiroler Bergbub zum größten Abenteurer unserer Zeit, zum kampflustigen Politiker, engagierten Bauern, Wanderfreund von Managern und Politikern, zum Gründer einer einzigartigen Museumslandschaft, zum Ehemann, vierfachen Vater und Familienmenschen. In ungezählten Expeditionen hat er ausprobiert, wie Überleben funktioniert. Freimütig hält er heute Rückschau auf sieben Jahrzehnte, die schon früh von extremen Naturerlebnissen und Begegnungen mit dem Tod geprägt waren, schreibt über Ehrgeiz und Scham, Alpträume und das Altern, über Neuanfänge und über die Fähigkeit, am Ende loszulassen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.09.2014
Schön unschematisch und keinesfalls zur Nachahmung auffordernd erscheint dem Rezensenten der Extrembergsteiger Reinhold Messner in dem pünktlich zu seinem 70. Geburtstag erscheinenden Buch. Auch wenn Freddy Langer hier kaum Neues liest, es kommt doch augeglichener, distanzierter rüber, meint er. Gemeint ist der ganze Wahnsinn dieses Lebens, die Achttausender, die Unfälle, auch Messners Zeit als Politiker und Museumsmann. Und wenn der Autor seine Lebensphilosophie einfließen lässt, mal plaudernd, mal brillant erzählend, mal im Ton eines Unternehmensberaters, wie der Rezensent feststellt, dann hört Langer Nietzsches Übermenschen sprechen.
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