Das Leben von Reinhold Beckmanns Mutter Aenne war früh von Verlusten gezeichnet. Ihre Mutter starb, als Aenne noch ein Baby war. Vier Brüder hatte sie, alle im Krieg gefallen. Anders als viele ihrer Generation hat Aenne über diese Zeit nie geschwiegen. Ihre Brüder und Eltern blieben immer gegenwärtig, in Gesprächen, Fotos und Erinnerungen. Reinhold Beckmann erzählt die Geschichte von Aenne, Franz, Hans, Alfons und Willi, zwischen hartem Alltag auf dem Dorf, katholischer Tradition und beginnender Diktatur. Und davon, was der Krieg mit Menschen macht. wenn keiner zurückkehrt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.09.2023
Den typischen Reinhold-Beckmann-Sound findet Rezensentin Anna Vollmer zumindest teilweise wieder in dem Buch über seine Familie, das der Fernsehmoderator geschrieben hat. Aufgefaltet wird die Geschichte einer Familie, die in einem kleinen, katholisch geprägten niedersächsischen Dorf die Jahre des Nationalsozialismus durchlebt. Im Zentrum steht Beckmanns Mutter, lernen wir, deren vier Brüder im Krieg starben und die selbst ein von harter Arbeit geprägtes Leben führte. Laut Vollmer beruht das Buch auf Erinnerungen der Mutter und Briefen der Brüder. Letztere drehten sich offenbar mehr um Alltägliches als um den Krieg. Vollmer bekommt einen durchaus reichhaltigen Eindruck von diesen jungen Männern, die wohl keine überzeugten Nazis waren, deren Berichte über den Krieg von Beckmann jedoch durchaus auch kritisch befragt werden. Gerne besser kennengelernt hätte Vollmer das Dorfleben sowie auch den jüngsten Bruder der Mutter, der erst kurz vor Kriegsende eingezogen wird. Der Ukrainekrieg macht dieses Buch aktuell, so das Ende der insgesamt positiven Besprechung.
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