Reinhard Brandt

Arkadien in Kunst, Philosophie und Dichtung

Cover: Arkadien in Kunst, Philosophie und Dichtung
Rombach Verlag, Freiburg 2005
ISBN 9783793094401
Gebunden, 168 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Das Ich im Zentrum von Vergils Arkadien-Dichtung. Guercinos und Poussins "Et in Arcadia ego": Wer spricht? "1645" als Jetzt-Inschrift einer Ruine: Die Gegenwart als Vergangenheit in der Zeitschleife bei Castiglione. Der geschichtsphilosophische Tod Arkadiens. Die Antike naiv? Keine Spur.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.07.2006

Ein Juwel sieht Kurt Flasch in diesem Autor. Was Reinhard Brandt mit diesem Buch im Bezugssystem von Philosophie, Philologie und Kunstgeschichte leistet, kann er gar nicht oft genug loben. Flasch imponieren die Kenntnis und die profunde, aber nie übertriebene Genauigkeit, in der Text- und Bilddeutung (von Vergil, Poussin und anderen), mit der Brandt einem zur Idylle verkommenen Arkadien ein Stück seines ursprünglichen Glanzes zurückgibt. Wem Kunstgeschichte und Literatur nicht allzu sehr liegen, dem empfiehlt Flasch des Autors wütende Sprachkunst, wenn es gegen spekulative Geschichtsbegriffe geht: So wahr und aktuell findet Flasch das, dass er es am liebsten jedem Kulturwissenschaftler unters Kopfkissen legen möchte. Der einzige Wermutstropfen, den Flasch schlucken muss, geht auf das Konto des Verlags und dessen nachlässige Behandlung der Fußnotenordnung.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.05.2006

Brandt hole mit seiner "ebenso lehrreichen wie gut geschriebenen" Studie über "Arkadien in Kunst, Philosophie und Dichtung" die seit Schlegel und Schiller als naiv betrachtete arkadische Ideallandschaft heim in den Kreis der sehr wohl reflektierten, vom Bewusstsein des Todes längst angekränkelten, sentimentalischen Epochen, meint Thomas Steinfeld. Und das tue er "präzis, mit einem feinen Gehör für Brechungen, sich überlagernde Stimmen, Reden und Gegenreden". Die Parteinahme für die Arkadien münden für Steinfeld gar in einer "Apologie der intellektuellen Antike". Nachgezeichnet wird die Geschichte der Darstellung Arkadiens von Platon über Vergils bukolische Dichtungen bis zu Poussin und Goethes Italiensehnsucht.
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