Aus dem Amerikanischen von Reinhild Böhnke. Rebecca Miller erzählt die wundersame Geschichte einer Wiedergeburt voller Sinnlichkeit und Witz. Nach seinem frühen Tod im Paris des 18. Jahrhunderts erlebt der Jude Jacob Cerf das Wunder der Wiedergeburt und landet in der heutigen Zeit. Kurz hält er sich für einen Engel - doch er liegt falsch. Auch wenn seine neue Gestalt wenig glanzvoll ist, Jacob hat eine Mission: anderen zu helfen, ihre wahre Bestimmung zu finden. Er beginnt, zwei Amerikanern ins Leben zu funken: der schönen Masha, älteste Tochter orthodoxer Juden, die lieber schauspielern als heiraten will, und dem Familienvater Leslie, der im eigenen Gutmenschentum gefangen ist. Am Ende ändern Jacobs Verwirbelungen alles - auch für ihn selbst.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.05.2016
Einen ganz wunderbaren und märchenhaften Roman hat Rezensentin Sabine Brandt mit Rebecca Millers "Jacobs wundersamer Wiederkehr" entdeckt. Erzählt wird die Geschichte von Jacob, der im 18. Jahrhundert als Sohn jüdischer Eltern in Osteuropa geboren wird, nach Paris auswandert und dort vom Straßenhändler zum Kammerdiener eines Grafen und schließlich zum Theaterspieler aufsteigt, berichtet die Kritikerin. Nach seiner Wiedergeburt als Fliege, die sich jedoch ihres ersten Lebens noch bewusst ist, begleitet er die junge Jüdin Mascha durch New York, um schließlich zu erkennen, dass sie eine Nachfahrin seiner Familie ist. Großartig, wie Miller ihre zahlreichen Figuren skizziert und historische Szenen mit jenen der Gegenwart überblendet, lobt die Rezensentin, die diesem Buch einige "anmutende" Bilder verdankt.
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