Herausgegeben von Roman Horak, Wolfgang Maderthaner, Siegfried Mattl und anderen. Das Buch thematisiert die Massen- und Popularkultur der Stadt Wien in ihrer postfaschistischen Phase. Eine Ökonomie des Mangels korrespondiert mit einer Politik der Amnesie und konfiguriert eine auf das Hier und Jetzt reduzierte Alltagskultur. An Stelle des Verdrängten tritt die Sehnsucht nach politikfernen Welten des Konsums, die die Not der Kriegszeit vergessen machten.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.03.2005
Der "czz" zeichnende Rezensent ist überaus angetan von dem, was die Herausgeber Wolfgang Maderthaner und Lutz Musner hier unter dem Label der häufig belächelten "Kulturwissenschaften" vorlegen. Es gelinge den Autoren der Beiträge, Rand- und Massenphänomene in 20 Jahren Wiener Geschichte klug zu durchleuchten, wodurch in einem "konzisen Tableau" ein Wien-Bild entstehe, das auf flexiblen Interdependenzen zwischen den verschiedensten Aspekten, Institutionen und Formen des Wiener Lebens basiere.
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