Radek Knapp

Reise nach Kalino

Roman
Cover: Reise nach Kalino
Piper Verlag, München 2012
ISBN 9783492054720
Gebunden, 254 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Der Anruf, den Julius Werkazy eines Morgens entgegennimmt, setzt die Ereignisse wie ein großes Schwungrad in Gang. Wenig später befindet Werkazy sich im Zug nach Kalino, das kaum jemand vor ihm hat betreten dürfen. Wie ein rollender Tresor fahren die vier Waggons in den Bahnhof ein. Und sogleichnach seiner Ankunft stellt sich ihm der Landesgründer vor: "Die Wahl ist nicht zufällig auf Sie gefallen", sagt F. Osmos, "aber lassen Sie mich auf den Kern meines Anliegens kommen: Vor einigen Tagen hat es den ersten Todesfall in Kalino gegeben." Werkazy erhält den Auftrag, schleunigst dieses Unglück aufzuklären. Dazu muss er hinter das Geheimnis der Kalinianer kommen: Niemand dort scheint älter als dreißig zu sein. Doch F. Osmos hat Julius Werkazy nicht die ganze Wahrheit gesagt Unvergessliche Gestalten bevölkern Radek Knapps magischen, auf faszinierende Weise altmodischen Detektivroman.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.10.2012

Lieber selber denken, schönes Motto für Radek Knapps lang erwarteten neuen Roman wäre das. Marta Kijowska jedenfalls erkennt sehr deutlich, worauf Knapp mit seiner Sci-Fi-Detektivstory abzielt, in der eine abgehalfterte Spürnase den Auftrag erhält, einen Mord in der seltsam futuristischen Stadt Kalino aufzuklären, deren Bewohner sich an Getränken namens "Dreifinger" laben und die von sogenannten "Papiergesichtern" kontrolliert wird. Das ganze entpuppt sich vor den Augen der Rezensentin dann bald als Satire. Indem Knapp nämlich scheinbar eine Zukunftswelt entfaltet, schildert und kritisiert er laut Kijowska schlicht und ergreifend die osteuropäische Gegenwart mit Konsumdenken, Schönheits- und Jugendwahn, allgegenwärtiger Werbung und einer Technik, die das Individuum ausradiert.
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