Klappentext
Wir leben in einer Zeit voller Krisen, Unsicherheit und wachsender gesellschaftlicher Spannungen. Chronischer Stress, Zukunftsängste und Einsamkeit belasten nicht nur unser persönliches Wohlbefinden - sie beeinflussen auch, wie wir als Gesellschaft zusammenleben und unsere Demokratie gestalten. Dieses Buch zeigt eindrucksvoll, warum psychische Widerstandskraft weit mehr ist als eine individuelle Fähigkeit. Es macht deutlich, wie mentale Gesundheit unsere Bereitschaft stärkt, Verantwortung zu übernehmen, solidarisch zu handeln und aktiv am demokratischen Leben teilzunehmen. Denn wer Hoffnung bewahrt und resilient bleibt, kann Herausforderungen besser begegnen und sich für eine lebenswerte Zukunft einsetzen.
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 15.07.2026
Durchaus ein bisschen Hoffnung schöpft Rezensent Benjamin Knödler bei der Lektüre dieses Buches. Die Psychologin Pia Lamberty zeigt darin auf, wie es möglich sein kann, auch angesichts zahlreicher Krisen nicht ins tiefe Tal der Tränen zu stürzen. Wichtig dafür ist laut Lamberty vor allem ein inneres Kohärenzgefühl, das den Einzelnen angesichts einer chaotischen äußeren Welt stabilisiert und auf den drei Säulen Verstehen, Sinnerleben und Bewältigen besteht. Klar und gut nachvollziehbar beschreibt Lamberty das entlang griffiger Beispiele, unter anderem das eines Pflegers, der während der Corona-Pandemie Leichen in Plastiksäcke verpacken musste. Aber werden hier nicht einfach gesellschaftliche Probleme individualisiert? Keineswegs, versichert Knödler, Lamberty gelingt es, "individuelle und gesellschaftliche Ebene zusammenzudenken" - um aus dem Schlamassel wieder heraus zu kommen, bedarf es Self-Care ebenso wie kollektivem Handeln. Eine runde Sache also, schließt der Rezensent.
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