Aus dem australischen Englisch von Ilse Rothfuss. Seit sein Vater nach einer Sturmnacht auf See nicht zurückkehrte, hat der 13jährige Hunter einen großen Traum: es seinem Vater gleichzutun und einen Mulloway zu fangen. Der Mulloway ist der größte Fisch, den sein Heimatkaff Dogleg Bay je gesehen hat. Außerdem hofft Hunter auf einen Kuss von Jasmine, einem tollen Mädchen mit Rastalocken, die ihn aber lange zappeln lässt. Erst als mit Hilfe seiner Freunde der Traum vom Mulloway wahr zu werden scheint und der Riesenfisch nach einem stundenlangen Kampf - den Hunter wie einen Tanz empfindet - endlich aufgibt, kann er zum ersten Mal stolz auf sich sein. Und ist über sich hinausgewachsen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.05.2006
Auch wenn dieser Jugendroman an manchen Stellen nach Meinung der Rezensentin Andrea Lüthi sprachlich nicht richtig funktioniert - das spezielle Englisch, die "eigene, derbe Sprache", die der vielfach ausgezeichnete australische Autor Phillip Gwynne für seinen eigenbrötlerischen Protagonisten Hunter geschaffen hat, ist ihrer Einschätzung nach nicht gerade einfach ins Deutsche zu übertragen - so sei der Roman in seiner Gesamtheit doch sehr lesenswert. Das liegt daran, dass der Autor sich "intensiv in Hunters Gedankenwelt einfühlt" und da gibt es einiges zu entdecken - denn hinter dem grimmigen Äußeren finden sich "tiefe Gefühle". Und trotz der Probleme mit dem "Sprachkolorit" wird in dem Buch ein "Bilderreichtum" transportiert, der die Lektüre unterhaltsam und spannend macht.
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