Aus dem Englischen von Sophie Zeitz. Berlin 1932. Eine junge Frau wird im Wald bei Caputh bewusstlos aufgefunden und in die Charite eingeliefert. Als sie aus dem Koma erwacht, kann sie sich an nichts erinnern, nicht einmal an ihren Namen. Bei ihr findet man nur einen Programmzettel von einem Vortrag Albert Einsteins. Martin Kirsch, der zuständige Psychiater, ist fasziniert von diesem ungewöhnlichen Fall; und von seiner Patientin. Wer ist diese Frau? Gibt es eine Verbindung zu Einstein? Seine Nachforschungen führen ihn nach Zürich und bis nach Serbien. Währenddessen ergreifen in Deutschland die Nazis die Macht ...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.08.2010
Sehr beeindruckt zeigt sich Cathrin Kahlweit von der Souveränität, mit der Philip Sington seinen neuen Roman "Das Einstein-Mädchen" entfaltet. Darin erzählt Sington die in den Wirren der nationalsozialistischen Machtergreifung spielende Geschichte des Psychiaters Martin Kirsch, der das Geheimnis um ein unbekanntes Mädchen lüften will. Er hält sie für die verschwundene Tochter von Albert Einstein und folgt ihr in die Schweiz, wo er unter anderem den Physiker persönlich kennen lernt. Kahlweit schwärmt von Singtons intensiver Erzählweise und seiner schriftstellerischen Meisterschaft. Ebenso erwähnt die Rezensentin lobend den offensichtlichen Recherche-Aufwand für dieses Buch. Bedauerlich findet sie, dass durch die Unüberschaubarkeit der Handlung zum Ende hin der Geschichte "die Wucht" fehle. Doch selbst das mag Kahlweit Sington nicht wirklich übel nehmen, und so bezeichnet sie schließlich den Roman noch als "charmant".
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