Peter Watson

Der deutsche Genius

Eine Geistes- und Kulturgeschichte von Bach bis Benedikt XVI.
Cover: Der deutsche Genius
C. Bertelsmann Verlag, München 2010
ISBN 9783570010853
Gebunden, 1023 Seiten, 49,99 EUR

Klappentext

Peter Watson beschreibt die deutsche Geistes- und Kulturgeschichte vom Ende des Barock bis zur Gegenwart. Eine Zeitspanne, in der sich die politisch zersplitterte "späte Nation" zur Maßstab setzenden intellektuellen Großmacht erhob: Vor 1933 hatte das deutsche Geistesleben einen unangefochtenen Spitzenrang erreicht. Watson zeichnet diese Entwicklung im Detail nach und nimmt neben den Künsten und Geisteswissenschaften ebenbürtig die epochalen Errungenschaften der Naturwissenschaften in den Blick. Er begnügt sich aber nicht mit einer retrospektiven Bestandsaufnahme von Bach über Goethe zu Einstein, sondern zeigt an Köpfen wie Brecht, Adorno, Beuys und Habermas, dass es nach der NS-Katastrophe einen intellektuellen Neubeginn mit internationaler Ausstrahlung gegeben hat.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 04.01.2011

Rund zwei Jahrhunderte nach Madame de Stael macht sich Peter Watson daran, seinen Landsleuten den "deutschen Genius" zu erklären, stellt ein sehr eingenommener Arno Widmann fest. 250 Jahre deutsche Geistesgeschichte vollzieht der Autor nach, und für Widmann liest sich das überwiegend als Lobeshymne nicht nur auf die Kleinstaaterei oder die Moderne, stellt der Rezensent fest. Dabei stellt der britische Autor immer wieder anschauliche Details heraus und ruft Dinge ins Gedächtnis, die sonst unterzugehen drohen, wie beispielsweise den Einfluss des Pietismus auf die deutsche Mentalität, so Widmann interessiert. Er würdigt Watson als fesselnden Erzähler, der Geschichte lebendig zu machen versteht und findet diese deutschen Geistesgeschichte überaus inspirierend und erhellend, wenn er auch einräumen muss, dass das große Ganze angesichts der vielen Details mitunter etwas aus dem Blick gerät. Insgesamt aber ist der Rezensent begeistert von diesem "Panoramablick" auf die zurückliegenden 250 Jahre.

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