Peter Janzen, 87 Jahre alt, lebt heute im Rheinland. Er hat das schlimme Schicksal der Russlanddeutschen geteilt. Sein eindringlicher Bericht ist ein Beitrag gegen das Vergessen, aber auch ein Akt der Befreiung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.09.2003
Josef Henke zeigt sich tief beeindruckt von Peter Janzens russlanddeutschem Erinnerungsbuch, das auf bewegende und vergegenwärtigende Weise Zeugnis ablege von der Deportation und den Jahren im Stalinschen Arbeitslager, von der Entwurzelung aus der heimatlichen Ukraine und der Umsiedlung ins fremde Kasachstan, und zwar in "anrührend einfacher Sprache" und "frei von Pathos und jeglicher Übertreibung". Janzen beschränke sich auf den Bericht des eigenen Schicksals und mache den "Wert menschlichen Erinnerns" unabhängig vom geschichtswissenschaftlichen Zweck deutlich - als eigenständiges "Anliegen geschichtlichen Denkens und Handelns".
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