Peter Härtling

Djadi, Flüchtlingsjunge

Roman für Kinder und Erwachsene. (Ab 10 Jahre)
Cover: Djadi, Flüchtlingsjunge
Beltz und Gelberg Verlag, Weinheim 2016
ISBN 9783407821645
Gebunden, 116 Seiten, 12,95 EUR

Klappentext

Djadi ist elf, als er alleine aus Syrien flieht und in Frankfurt strandet. Niemand weiß, was er bei seiner Flucht über das Mittelmeer erlebt und was er verloren hat. Ganz allmählich lernt er der Alten-WG von Jan und Dorothea, die ihn aufgenommen haben, zu vertrauen. Tag für Tag lernt er die neue Welt ein bisschen mehr kennen. Er lernt die Sprache, die Gewohnheiten seiner neuen "Familie" und sich in der Schule zu behaupten. Aber es ist die große innere Nähe und Freundschaft zu dem 75-jährigen Wladi, die Djadi hilft, mit seinen Ängsten zu leben.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.11.2016

In einer kurzen Rezension erklärt Stephanie Jaeckel warum sie von der Idee hinter Peter Härtlings Kinderroman "Djadi, Flüchtlingsjunge" überzeugt ist, von der Umsetzung allerdings nicht hundertprozentig. Es geht um den 11-jährigen Djadi, der nach einer vermutlich turbulenten Reise Zuflucht in einer Alt-68er-WG in Frankfurt findet. Härtling habe das Buch für Kinder und Erwachsene geschrieben, so die Rezensentin, da ihm der intergenerationale Austausch wichtig sei. Was eine gute Idee ist, leide aber etwa daran, dass Härtling seiner eigentlich soliden Geschichte selbst zu wenig Aufmerksamkeit schenkt und so viel Raum für Spekulationen lässt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.10.2016

Schon erstaunlich, wie psychologisch einfühlsam und gleichzeitig knallhart Peter Härtling die Geschichte des syrischen Flüchtlingsjunen Djadi erzählen kann, der von einer deutschen Alten-WG aufgenommen wird, lobt Rezensent Christoph Launer. Aber Härtling weiß ja auch aus eigenem Erleben, wie sich ein Flüchtlingsschicksal anfühlt. Hier geht nicht alles gut, aber auch nicht alles schief, Schönfärberei bei den Mühen der Integration ist Härtlings Sache nicht, versichert Launer. Immerhin: Man lernt voneinander und langsam findet der traumatisierte Junge sich in Deutschland ein. Verlusterfahrungen muss er jedoch auch hier machen, warnt der Rezensent.
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