Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.07.2001
Der Rezensent Arnold Hottinger kann sich einer gewissen Ironie nicht enthalten. Als Kriegsgeschichte aus israelischer Sicht sei das Buch von Peter Forster ein gar vortrefflicher Wurf. Klar, spannend, flüssig lesbar, übersichtlich und mit militärischem Sachverstand geschrieben, kann sich der Leser schnell über den Nahen Osten informieren. Die Sache hat nur einen Haken, meint Hottinger. Die Darstellung ist selektiv und deutlich von einem "Israelozentrismus" geprägt. Und so ergibt sich, ähnlich der eurozentrischen Kolonialgeschichtsschreibung, nach der Lektüre von Forsters Buch ein ganz bestimmtes Bild über den Nahost-Konflikt, das eine Sichtweise der Palästinenser nicht mit einbezieht und schlicht verschweige, dass der "Kunststaat" Israel auf palästinensischem Boden gegründet wurde.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Ben Lerner: Transkription Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,…