Mit einem Nachwort von Burkhard Spinnen. "Wirklich wienerisch" nannte Hugo von Hofmannsthal das Werk von Peter Altenberg, "Liebe auf den ersten Laut" empfand Thomas Mann, Franz Kafka sah in ihm "ein Genie der Nichtigkeiten, einen seltsamen Idealisten, der die Schönheiten der Welt wie Zigarettenstummel in den Aschenbechern der Kaffeehäuser findet". Von den Lesern ebenso hochgeschätzt wie von den Kollegen, erfuhr Altenbergs Erstling zu seinen Lebzeiten elf Auflagen. Der vorliegende Band entspricht der Ausgabe letzter Hand von 1904, die hier nach Jahrzehnten erstmals wieder in ihrer ursprünglichen Komposition aufgelegt wird.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.12.2007
Ah, Peter Altenberg! Leo A. Lensing ist entzückt dem flanierenden, beobachtenden und leidenschaftlich kritisierenden Autor in einer, wie er erklärt, schön gedruckten und von Burkhard Spinnen mit brauchbaren Informationen gespickten Ausgabe zu begegnen. Altenbergs immer wieder "exquisite" Prosa mit ihrer Elliptik erinnert Lensing an Klingersche Radierungen. Zwar hat er etwas Mühe, sich in der um Essays und andere Kurzprosa erweiterten Neuausgabe (basierend auf derjenigen von 1904) zu orientieren, für die "Dissonanzen in den leisen Texten" Altenbergs und dessen "fast Mannsche Ironie" hat er dennoch ein Ohr.
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