Paul Josef Cordes

Nicht immer das alte Lied

Neue Glaubensanstöße der Kirche
Cover: Nicht immer das alte Lied
Bonifatius Verlag, Paderborn 1999
ISBN 9783897100886
gebunden, 212 Seiten, 20,35 EUR

Klappentext

Die Krise der katholischen Kirche ist unbestreitbar. Kaum bemerkt - vor allem im deutschen Sprachraum - sind freilich auch Potenzen am Werk, die einen dritten Weg gehen. Realistische Schätzungen rechnen mit achtzig Millionen Katholiken weltweit, die sich einer Bewegung angeschlossen haben. In dieser Publikation kommen sieben ihrer Gründer zu Wort.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999

In einer Doppelrezension bespricht Christian Geyer "Nicht immer das alte Lied" von Paul Josef Cordes und "Die Stunde der Laien" von Leo Karrer. Cordes spürt nach Geyer in mehreren Interviews den "neuen Bewegungen" der katholischen Kirche nach. Die meisten der Interviewpartner beriefen sich dabei auf die "Eigenverantwortlichkeit" als Kernelement der Laienspiritualität. Geyer lobt, dass das Buch durchaus auch die Risiken aufzeige, die in diesen neuen Bewegungen lägen. Karrer kommt nicht so gut weg. Geyer wirft ihm vor, "zentrale Fragen auf dem Schnittpunkt von Soziologie und Theologie" nicht deutlich genug zu stellen. Vor allem warne Karrer nicht genug vor der Gefahr der Laizisierung der Kleriker und einer Klerikalisierung der Laien. Karrer wittere bei Warnungen vor diesen Tendenzen nur Standesdenken und unterstreiche nicht die Gefahr, die in der Verwischung der Unterschiede bestehe.
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