"Blinde Perle am Bosporus" ist kein Reiseführer, vielmehr ein Führer durch Ecken und Winkel Istanbuls abseits der Touristenpfade, ein Führer durch die farbige Menschenlandschaft der Stadt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.03.2000
Zwiespältig fällt Wolfgang Koydls Kritik an diesem Buch aus: Er weiß es zu schätzen, dass Geiersbach sich in einem armen Stadtteil Istanbuls für einige Jahre niederließ, um das Leben der armen Leute fotografisch zu dokumentieren - und die Fotos haben Koydl offensichtlich gefallen. Der Band sei "opulent" ausgestattet. Weniger liegen Koydl Geiersbachs Tagebuchnotizen. Zwar seien dem Autor durchaus ein paar "einfühlsame Milieustudien" gelungen, aber Koydl versteht nicht, was er eigentlich mit seinem Tagebuch bezweckt. Als ethnologische Studie findet er es wohl nicht ausreichend. Auch stört ihn, dass diese Notizen nun gut zehn Jahre alt sind und über die Aktualität in Istanbul nicht mehr viel aussagen. Koydl fürchtet, dass sich nicht allzuviele Käufer für diesen Band interessieren werden.
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