Ota Pavel

Der Tod der schönen Rehböcke

Cover: Der Tod der schönen Rehböcke
Klaus Wagenbach Verlag, Berlin 2026
ISBN 9783803113931
Gebunden, 144 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Tschechischen von Elisabeth Borchardt. Das herzerwärmende Porträt eines Vaters: König der Staubsauger-, Kühlschränke- und Fliegenfängervertreter, weltbester Kaninchenzüchter, leidenschaftlicher Karpfenangler, selbsternannter Kunstexperte, würdevoller Schweinehirte und unzuverlässiger Verehrer seiner Frau. Trotz ausgeklügelter Ideen und nie versiegender Energie scheitern sämtliche seiner zahlreichen Geschäftsunternehmungen. Aber kein Regime, kein Krieg kann seinen sprühenden Optimismus dämpfen. Selbst den deutschen Besatzern schlägt er mutig ein Schnippchen. Denn schließlich kann man immer noch gewinnen, wenn man schon verloren hat.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 05.09.2026

Tobias Lehmkuhl bewundert die schöne Melancholie und den Humor in Ota Pavels wiederaufgelegten autobiografischen Erzählungen, unter denen allerdings Abgründe lauern, wie Lehmkuhl nicht entgeht: Der jüdische Vater des Autors, um den die "schmerzlich schönen" Texte kreisen, wird deportiert. Zuvor geht es allerdings um die Angelleidenschaft des Vaters und um seine Abenteuer als schwer verliebter Staubsaugerverkäufer. Laut Lehmkuhl eine Schatzkiste der Schelmenprosa in der Tradition von Hrabal und Hasek, charmant und liebevoll.