Der Computer hat das Bild zu einer scheinbar "belebten" Sphäre gemacht. In High-Tech-Laboren entsteht eine komplexe Kunst, die bereits heute die visuelle Zukunft des Internets erahnen läßt. Diese Bildwelt ist jedoch nicht geschichtslos. Oliver Grau spannt den Bogen virtueller Bildwelten von pompejanischer Wandmalerei bis zu den jüngsten Vertretern der Computerkunst.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.11.2001
Dies ist, meint die Rezensentin Barbara Basting, eine "bemerkenswerte Dissertation" - und zwar als Reaktion auf die Herausforderung der Kunstwissenschaft durch die sogenannten Neuen Medien. Hier nun geht es um eine ganz spezielle Form, nämlich "interaktive Computerinstallationen". Was neu daran ist, und was alt, versucht Oliver Grau zu erkunden. Ein erster Teil sucht den Rückbezug auf Tradition und Vorläufer des von Grau diagnostizierten "Überwältigungskonzepts der 'Immersion'". Er wird fündig in einer ganzen "Genealogie historischer Illusionsräume", die von der Renaissance bis zu den Panoramen des 19. Jahrhunderts, zuletzt zum Kino führt. Diesen Teil findet die Rezensentin am wenigsten überzeugend, Grau "verwässert", meint sie, durch den historischen Vergleich seine Begriffe eher als dass er sie schärft. Die auf die Gegenwart bezogenen Analysen scheinen Basting dagegen "ausgesprochen ergiebig und anregend". Was Grau über den Wandel des "Werk- und Bildbegriffs" zu sagen hat, auch über das veränderte Verhältnis von "Künstler, Werk und Betrachter", das ist, meint die Rezensentin "gehaltvoll".
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