Oliver Bottini

Im weißen Kreis

Ein Fall für Louise Bonì
Cover: Im weißen Kreis
DuMont Verlag, Köln 2015
ISBN 9783832196998
Gebunden, 304 Seiten, 14,99 EUR

Klappentext

Louise Bonì, Hauptkommissarin der Kripo Freiburg, erhält von einer Informantin den Hinweis, dass ein Mann zwei Pistolen bei russischen Kriminellen gekauft habe. Besorgt geht Bonì der Sache nach, um ein mögliches Gewaltverbrechen zu verhindern. Bald findet sie den Eigentümer des Autos, mit dem der Käufer die Waffen abgeholt hat. Der besitzt für den fraglichen Abend jedoch ein wasserdichtes Alibi. Der Fahrer war ein anderer - Ricky Janisch, Neonazi und Mitglied der rechtsextremen 'Brigade Südwest'.

Im Perlentaucher: Der Tod und die Lüge

Mit Louise Bonì hat Oliver Bottini eine der klügsten und überzeugendsten Frauenfiguren im deutschen Kriminalroman geschaffen. "Im weißen Kreis" ist ihr sechster Fall, ein schöner Roman trotz oder gerade wegen seiner traurigen Grundstimmung Thekla Dannenberg in Mord und Ratschlag

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 26.01.2016

Sylvia Staude liest Oliver Bottinis neuen Louise-Boni-Fall nicht ohne Abgleich mit den realen Geschehnissen um den NSU, siedelt der Autor den neuen Fall doch unter Polizisten mordenden Freiburger Fanatikern an. Bottinis kernige, nüchterne Schreibe scheint Staude wie immer gut zu passen, wenn es um Schuld und Wiedergutmachung geht. Nur das Ende findet Staude etwas enttäuschend, es wirkt auf sie wie ein "Notausgang".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.11.2015

Hannes Hintermeier liest eine politische Botschaft aus dem neuen Krimi von Oliver Bottini heraus: Deutschland hat ein Neonazi-Problem, lautet sie. Dass es dem Autor gelingt, derartiges in einem Krimi unterzubringen, ohne dafür Abstriche beim Suspense machen zu müssen, findet Hintermeier bemerkenswert. Der sechste Fall der eigenwilligen Kommissarin Louise Boni um Waffengeschäfte der Russenmafia  aus Baden-Baden, grüne Klischees und das dreckige koloniale Erbe überzeugt ihn aber auch durch eine straffe, temporeiche Erzählökonomie, glaubhafte Dialoge und den Verzicht auf stereotype Handlungsmuster. Genreliteratur, wie sie Hintermeier gefällt.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 23.09.2015

Schwer und leicht zugleich findet Rezensent Elmar Krekeler den neuen Louise-Bonì-Krimi von Oliver Bottini. Krekelers Lieblingskommissarin ist zwar neuerdings trocken, geplagt von Geistern aber ist sie weiterhin, versichert der Rezensent. Zurückgebeamt ins Jahr des Fußball-Sommermärchens 2006 erlebt Krekeler einen wilden Mix aus Rechtsterror, Russenmafia und deutscher Kolonialpolitik in Ruanda. Irrwitzige Szenen und eine Genreliteratur, die Zeitgeschichte und Jetzt hellsichtig und flink verbindet, meint der Rezensent sichtlich beglückt.
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