Herausgegeben von Judith Helmer und Florian Malzacher. Forced Entertainment steht seit Jahren im Mittelpunkt der internationalen experimentellen Theater- und Performanceszene wie kaum eine andere Kompanie: Unverwechselbar, spielerisch und zugleich hoch reflektiert zieht die britische Gruppe mit ihrer mal lustvoll überbordenden, mal puristisch reduzierten Ästhetik Theaterliebhaber wie Fachleute weit über Europa hinaus in ihren Bann. Die zweisprachige Publikation versammelt erstmals essayistische, wissenschaftliche und künstlerische Reflexionen über vielfältige Aspekte der Arbeit von Forced Entertainment in einem Band.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.10.2004
Zwanzig Jahre schon treibt die britische Truppe "Forced Entertainment" um ihren Kopf und Cheftheoretiker Tim Etchells ihr postdramatisches Unwesen auf internationalen Bühnen. Es war also Zeit für einen dicken Band, der "Einführung, Vertiefung und Kompendium" zugleich sein will - und, wie der Rezensent mit dem Kürzel "tin" erfreut feststellt, auch ist. Zum Werkverzeichnis und einer Bibliografie gibt es ein Interview mit Etchells und einen Essay aus seiner Feder, dessen "Sprünge und Kontinuitätsbrüche" sich nicht als Nachteil, sondern als Vorzug erweisen. Kurz referiert wird auch ein Aufsatz von Hans-Thies Lehmann, der in "Forced Entertainment" nicht weniger als Shakespeares "Double" erkennt.
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