Ein Bundestagsabgeordneter strandet bei einer Reise auf einer Hallig mitten in der Nordsee. Fern der Hauptstadt sehen sein Leben und die Politik ganz anders aus. In Berlin soll eine riesige Badelandschaft gebaut werden, seitwärts des Schlossplatzes, von internationalem Rang. Die Eröffnung ist schon geplant, doch der Bau wird nicht fertig, zwar gibt es viele Rohre, doch keiner weiß, wohin sie führen. Die Weltlage, Gesetze und riesige Projekte, für alles ist der Abgeordnete zuständig. Er glaubt an Wahrheit und Richtigkeit, will Dinge bewegen. Doch irgendwas läuft schief - im Aufsichtsrat, im Parlament, in der Politik. Ein erstaunlicher Roman über das Leben eines Abgeordneten, der zum Nachdenken darüber anregt, wie Politik besser gelingen könnte.
Nikolaus Breuels Absicht ist lobenswert, findet Thomas E. Schmidt. Tatsächlich täte mal wieder ein Abgeordneten-Roman über die Politik Not, der die Verhältnisse entweder schmerzhaft aufs Korn nehmen müsste oder Hoffnung schüren. Leider bewegt sich Breuels "Schlossplatz" aber ausschließlich in vertrauten Gewässern, bedauert der Rezensent. Das Buch bedient sich bei den gängigen Bildern einer gelähmten Politiklandschaft, nur um diese wiederum zu bedienen, erklärt Schmidt bedauernd. Hätte das Buch mehr literarisches Gewicht oder interessantere Charaktere, die eine tatsächliche Entwicklung durchmachen, so der Rezensent, der vertraute Umgang mit der vertrauten Thematik hätte ihm weniger ausgemacht.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Christine Wunnicke: Wachs Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie…