Klappentext

Mit einem Nachwort von Oliver Fahrni. Illustration: Christoph Schäfer. Wie sollen wir leben? Was können wir tun? Diesen Grundsatzfragen geht Niels Boeing nach und erörtert sie nachdenklich bis kämpferisch, subjektiv bis imperativ: "Wir sind die Vielen, und wir können den neuen Beat anschlagen, der alle Macht pulverisieren wird. Wir, die Multitude. Wir werden uns erkennen, wenn wir es endlich zulassen, wenn wir unser lauwarmes Leben hinter uns lassen und es denen gleichtun, die brannten und niemals froren. Lets burn!"

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 26.11.2011

Eine "Inventur der Gegenwart" sieht Rezensentin Christiane Müller-Loebeck in Niels Boeing Buch "Alles auf Null". Die 99 Gedankengänge, die sie in dem schmalen Band findet, liest sie als "Vorüberlegungen zu kommenden Aufständen". Stilistisch ein wilder Mix aus Pamphlet, Blog, Pop und Tagebuch bieten die kurzen Texte für sie einen erhellenden Einblick in in den Stand der Diskussion verschiedener heutiger Protestbewegungen. Das Ganze wirkt auf sie durchaus disparat: neben Kapitalismuskritik und Kritik der eigenen kleinbürgerlichen Verhaltensweisen stehen Fortschrittsbegeisterung und dann wieder kulturpessimistische Äußerungen. Doch das schadet nach Müller-Loebeck nicht, denn dogmatisch ist sie ja auch nicht.
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