Murray N. Rothbard

Das Schein-Geld-System

Cover: Das Schein-Geld-System
Resch Verlag, Gräfelfing 2000
ISBN 9783930039722
Taschenbuch, 160 Seiten, 14,32 EUR

Klappentext

Mit einem Nachwort von Jörg Guido Hülsmann. Die Diskussion über die Europäische Währungsunion hat sich in viel zu eng gesteckten Bahnen vollzogen. Europas Bürger haben in der Tat nicht nur die Wahl zwischen einem nationalstaatlichen und einem europastaatlichen Papiergeld. Grundsätzlich steht jedes Gemeinwesen vor der Wahl, ob es überhaupt ein Geld des Staates oder ein Geld des Marktes haben will. Dies ist die Kernaussage von Murray Newton Rothbards Buch. Für Rothbard lautet die Kernfrage zum Geld nicht, ob die staatliche Geldpolitik besser das Preisniveau oder die Geldmenge stabilisieren sollte. Sie lautet vielmehr, ob es im Geldwesen überhaupt eine Rolle für den Staat gibt. Wer dem Staat das Geld anvertraut, öffnet Tür und Tor für eine totalitäre Kontrolle der Gesellschaft durch jene Interessengruppen, die innerhalb des jeweiligen Staatsapparates den Ton angeben. Die Folgen sind Wirtschafts- und Währungskrisen und der ständige und zum Teil dramatische Preisverfall unserer Währungen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.04.2006

Als "idealen Einstieg in die Geldtheorie" würdigt Philipp Bagus die zweite Auflage dieses Werks über grundlegende Fragen zum Thema Geld von Murray N. Rothbard. Überzeugend findet er nicht nur die Interpretation der monetären Geschichte des Westens, die der Autor gibt, sondern auch dessen radikales Plädoyer für ein privates Geldwesen. Rothbard zeige, wie ein freies Geldwesen funktionieren würde und wie die Eingriffe des Staates in das Geldwesen zu Konflikten und Chaos führen. Lobend äußert sich Bagus auch über den "eleganten" und "leicht verständlichen Schreibstil" des Autors.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.10.2000

Detmar Doering begrüßt es sehr, dass dieses "populär geschriebene" Buch des bereits 1995 verstorbenen Autors nun auch in deutscher Übersetzung vorliegt - auch wenn Rothbards "Geradlinigkeit deutsche Leser erschrecken dürfte". Denn der Autor vertritt die These, so Doering, dass der Staat das Monopol über das Geld nur an sich gezogen habe, um "zu betrügen und zu verfälschen". Um dies zu untermauern unternimmt der Autor, wie der Leser erfährt, einen Gang durch die amerikanischen Geldgeschichte, in der er aufzeigt, dass in der Geschichte des Staatsgeldes vor allem um "Schuldenmacherei, Inflation und schleichenden Sozialismus" geht. Rothbard erweist sich dabei als Verteidiger des Goldstandards, weil nur durch diesen "Geld international und zugleich entpolitisiert werden" könne. Nicht zuletzt weist Doering auf das Nachwort hin, in dem sich der Übersetzer Guido Hülsmann mit dem Thema "Euro" befasst - aus "Rothbardscher Sicht". Zentrale These ist, dass durch den Euro der staatliche Einfluss in der Geldpolitik zurückgehen würde. Auch in diesem Beitrag wird nach Doering Rothbards Hauptthese deutlich, nämlich dass sich die "Politik aus dem Geld heraushalten" solle.
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