Klappentext

Aus dem Englischen von Stefanie Schäfer. Zwei Agenten von Slough House, einem Abstellgleis des MI5, erhalten den Auftrag, einen russischen Oligarchen zu beschützen, den der britische Geheimdienst als Informanten gewinnen will. Gleichzeitig wird ein ehemaliger Spion aus kalten Kriegszeiten tot aufgefunden, angeblich infolge eines Schlaganfalls. Bei beiden Fällen spielen russische Schläfer eine wichtige Rolle: 'Dead Lions'. Ausgerechnet die Agenten, denen keiner etwas zutraut, sind beim Erwachen der Löwen dabei.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2019

Hannes Hintermeier liest mit großem Vergnügen die Geheimdienstsatiren des britischen Autors Mick Herron, der ihn mit Sarkasmus und schwarzem Humor bei der Stange hält. Großzügig liest der Rezensent deshalb auch darüber hinweg, dass der Plot des mittlerweile zweiten auf deutsch erschienenen Bandes "Dead Lions" - Sowjetische Schläfer-Agenten werden nach siebzehn Jahren reaktiviert und stürzen den MI5 in Unbill - nicht unbedingt Sinn ergibt. Wie Herron jedoch mit den lahmen Gäulen aus dem Slough House das Bild der britischen Gentleman-Spione konterkariert, das ist für Hintermeiner natürlich weniger glamourös als bei John le Carré, dafür aber viel lustiger.
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