Michel Houellebecq

Unterwerfung

Hörspiel. 2 CDs
Cover: Unterwerfung
Der Audio Verlag (DAV), Berlin 2015
ISBN 9783862315963
CD, 16,99 EUR

Klappentext

2 CDs mit 160 Minuten Laufzeit. Regie: Leonhard Koppelmann. Mit Samuel Weiss, Johann von Bülow, Imogen Kogge. Paris, 2022: Die einzige Leidenschaft des Literaturprofessors François gilt dem dekadenten Schriftsteller Huysmans. Tiefergehende Beziehungen interessieren ihn ebenso wenig wie die gegenwärtige Politik. Sein ruhiges Leben gerät aus den Fugen, als in Frankreich gewählt wird. Um einen Sieg des Front National abzuwenden, unterstützen die bürgerlichen Parteien den liberalen Moslem Mohammed Ben Abbes, der nun Frankreichs neuer Präsident wird. Das Land durchlebt einen Wandel und auch François muss neue Wege gehen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.12.2015

Florian Welle preist Leonard Koppelmanns Hörspiel-Inszenierung von Michel Houellebecqs Roman "Unterwerfung" als äußerst gelungenen "Drahtseilakt". Denn der Regisseur bringt die Ambivalenz aus Ernst und Satire, Verzweiflung und Hoffnung, Dystopie und Utopie brillant zur Geltung und strukturiert den Roman außerdem durch hilfreiche Kapitelüberschriften, lobt der Kritiker, der auch mit den klugen Kürzungen einverstanden ist. Neben den Kompositionen von Rainer Römer hebt Welle insbesondere die Leistung des Sprecherensembles, etwa Samuel Weiss' gekonnte Mischung aus Larmoyanz und Ironie hervor.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.2015

Michel Houellebecqs Roman als Hörspiel in der Regie von Leonhard Koppelmann hat Sandra Kegel überzeugt. Wegen eines großen, starken Sprecherensembles, einer gut dosierten Dramaturgie, vor allem aber aufgrund der Gewichtung des Stoffes. Anders als die vorherrschende Textrezeption, meint Kegel, legt das Hörstück den Schwerpunkt nämlich nicht auf die Islamismuskritik, sondern auf die Bloßstellung der politischen wie der Medien-Kaste Frankreichs. Nicht zuletzt wegen der Montage von Originaltönen hört sich das für Kegel an wie ein Krimi und wie ein beängstigendes Gesellschaftsszenario zugleich.
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