Joseph Conrad

Der Geheimagent

Hörspiel. 2 CDs
Cover: Der Geheimagent
Der Audio Verlag (DAV), Berlin 2017
ISBN 9783742400642
CD, 14,99 EUR

Klappentext

2 CDs, ca 107 Minuten. WDR-Hörspiel mit Felix Vörtler, Walter Renneisen, Peter Groeger u.v.a.. London, 1886: Adolf Verloc lebt mit seiner Frau Winnie und ihrem geistig behinderten Bruder Stevie in den Hinterräumen seines kleinen Ladens in Soho. Doch jenseits der Ladentheke arbeitet Verloc als Geheimagent und spioniert die anarchistischen Kreise Londons aus - für die britische Polizei und eine ausländische Botschaft. Sein Doppelleben verläuft ruhig, bis der neue Botschaftssekretär von ihm ein radikales Zeichen verlangt: Er soll einen Bombenanschlag planen. Joseph Conrads Roman "Der Geheimagent" von 1907 ist eine meisterhafte Studie der Motive hinter terroristischen Verschwörungen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.04.2017

Mit viel Lob bespricht Rezensent Wolfgang Schneider Martin Zylkas Hörspiel-Adaption von Joseph Conrads Roman "Der Geheimagent". Die nicht geringen Kürzungen des Romans, in dem Conrad die Psychologie der russischen Revolutionäre entlarvte, stören den Kritiker nicht: Die starken Dialoge und die hintersinnigen Porträts aus dem Alltag der Terroristen bleiben erhalten, das Spiel mit Elementen des klassisch britischen Kriminalromans gelingt und die musikalische Untermalung ist "dezent" und "atmosphärisch", versichert Schneider. Neben Felix Vörtler, der den Verloc mit "verdrossenem" Ton spricht oder Wolf-Dietrich Sprenger, der den Professor "heiser-eindringlich" wiedergibt, lobt der Rezensent aber vor allem den Erzähler Peter Fricke, der die Ereignisse mit Süffisanz und "distinguierter Ironie" kommentiert.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.04.2017

Alle wichtigen Elemente aus Joseph Conrads Roman "Der Geheimagent" hat dieses Hörspiel von Martin Zylka, Steffen Moratz und Isabel Platthaus übernommen: Terrorismus, Repressionen in Russland, Revolutionäre in England, das Anarchistenpaar Verloc. Und doch, so Rezensent Lothar Müller, kann es nur eine Ahnung von dem Roman vermitteln und neugierig darauf machen. Das immerhin gelingt, so der Rezensent.
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