Michael von Brück

Wie können wir leben?

Religion und Spiritualität in einer Welt ohne Maß
Cover: Wie können wir leben?
C.H. Beck Verlag, München 2002
ISBN 9783406493348
Gebunden, 204 Seiten, 17,90 EUR

Klappentext

Diese Buch zeigt zum einen, wie man als Christ buddhistisch geprägt sein kann, und gleichzeitig welche Möglichkeiten der Befreiung von der Angst und der Veränderung der Lebensumstände Christentum und Buddhismus sowie die ihnen eigenen Formen der Spiritualität anzubieten haben. Ein ebenso persönliches wie inspirierendes Buch, das erkennen lässt, wie Religion und Spiritualität helfen, sich vom Diktat vermeintlicher Sachzwänge und gesellschaftlichen Vorgaben zu befreien, um in einer haltlosen Welt selbstbestimmt und sinnerfüllt leben zu können.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.02.2003

Für den "LL." zeichnenden Rezensent ist es nicht eben einfach, die derzeitige Rolle von "Religion und Spiritualität in einer Welt ohne Maß" - so der Untertitel des Buches - zu umreißen. Der positiven Rolle, die die alten Religionen und die neuen Spiritualismen für das "Projekt Weltethos" haben können, stehen nach Ansicht des Rezensenten nämlich die alt-neuen Fundamentalismen entgegen. Etwas bedauerlich findet er deshalb, dass bei dem neuen Buch des Religionskomparatisten Brück von solchen Bedenken keine Rede ist. Der Autor setzte vielmehr auf die maßgebende Rolle besonders von Buddhismus und Christentum, Hinduismus und Judentum. Von Brück erhoffe sich dabei von einer dezidiert nicht präskriptiven Ethik die Klärung dessen, was wir tun sollen: "Wir brauchen eine Ethik des Seins und erst sekundär des Sollens, das heißt, der Indikativ geht dem Imperativ voraus", zitiert der Rezensent den Autor, was soviel heißen soll wie: "Ich werde nicht durch mein Handeln, sondern mein Handeln gestaltet sich durch mich nach dem, was ich bin." (von Brück). Was das damit zu tun hat, dass wir leiden müssen oder dass der komparatistisch erweiterte Religionsunterricht nach wie vor obligat mit einer "bekenntnisgebundenen Einführung und Beheimatung in einer bestimmten religiösen Tradition" ist, ist für den Rezensenten nicht plausibel. Und so stöhnt er dann abschließend: "Gebt Gründe, Götter, nicht nur Worte!"

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