Michael Kißener, Bernhard Schäfers (Hg.)

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Studien zur 'Weißen Rose'
UVK Universitätsverlag Konstanz, Konstanz 2001
ISBN 9783896699626
Gebunden, 172 Seiten, 34,77 EUR

Klappentext

Festschrift für Anneliese Knoop-Graf zum 80. Geburtstag. "Auch gegenüber meinen Freunden sollst Du bestimmt sein, mein Andenken und mein Wollen aufrecht zu erhalten [?] Sie sollen weitertragen, was wir begonnen haben." Diese letzte Bitte hat Willi Graf, der wegen seiner aktiven Mithilfe bei der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" am 12. Oktober 1943 hingerichtet wurde, an seine Schwester Anneliese kurz vor seinem Tod gerichtet. Anneliese Knoop-Graf ist eine der wenigen noch lebenden Zeitzeuginnen, die alle wichtigen Akteure der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" gekannt hat. Sie hat sich stets um die Interpretation des historischen Geschehens und die Aktualisierung der daraus abzuleitenden Erkenntnis bemüht. Ihr zu Ehren haben sich in diesem Band Zeitzeugen, Historiker und Weggefährten zusammengefunden, um mit ihren Beiträgen die Geschichte der "Weißen Rose" interdisziplinär zu beleuchten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.07.2001

Sehr informativ ist der Blickwinkel, den dieses Buch auf die Widerstandsorganisation "Weiße Rose" wirft, findet der Rezensent Josef Henke, vor allem weil der Focus diesmal auf Willi Graf und nicht den Geschwistern Scholl liegt und so die gedankliche Komplexität und Verschiedenheit des Freundeskreises gut zur Geltung komme. Der Rezensent fühlte sich nach der Lektüre beispielsweise inspiriert, sich näher mit Alexander Schmorell und Christoph Probst zu beschäftigen. Außerdem gefällt ihm gut, dass diese Aufsatzsammlung sich auch mit der Nachkriegszeit und mit der Rezeption, die die "Weisse Rose" in den frühen Jahren der Bundesrepublik erfahren hat, beschäftigt. Damit werden seiner Meinung nach neue Wegmarken für eine weitere Beschäftigung mit dem Thema gesetzt.
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