Aus dem Schwedischen von Wibke Kuhn. Eine Frau wurde ermordet, von ihrem 10-jährigen Sohn fehlt jede Spur. Polizistin Helga von der isländischen Einheit für Gewaltverbrechen vermutet, dass sich der Junge in die Vulkanlandschaften mit ihren Höhlen zu retten versucht hat. Doch dort lauern andere Gefahren, eine lange Überlebenschance hat er nicht. Um ihn zu finden, bittet sie Bjarki um Hilfe, denn niemand kennt die Wildnis besser als das Mitglied der Elite-Rettungsmannschaft. Während Helga und Bjarki verzweifelt den Jungen suchen, ereignen sich neue Mordfälle. Und Helga wird klar, dass sie es mit einem Serientäter zu tun hat. Einem, der es auf alleinstehende Mütter abgesehen hat.Helga und Bjarki sind ein großartiges Ermittlerteam: eine toughe, kluge Frau, die alles tut, um ihre Fehler in der Vergangenheit wettzumachen. Und ein Hüne, der äußerlich stark ist und seine verletzlichen Seiten zu verbergen sucht.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 21.08.2026
Rezensentin Sonja Hartl liest den spannungsreichen und filmartig gebauten Auftakt einer neuen "Nordic-Noir-Reihe" von Michael Hjorth und Bjarni Thorsson, die beide auch als Drehbuchautoren arbeiten. Die Polizistin Helga Póra Jónsdóttir ist in Schweden aufgewachsen, fängt aber nun in Reykjavik neu an, erzählt Hartl, gemeinsam mit ihrem Kollegen Bjarki Gudmundsson muss sie den Tod einer alleinerziehenden Mutter aufklären und gleich noch deren verschollenen Sohn wiederfinden. Sie selbst, lesen wir, ist ebenfalls alleinerziehend, ihr Kollege ist ziemlich eigensinnig unterwegs. Für die Kritikerin wird hier nicht nur Island als ganz besondere Region deutlich, die Autoren schaffen es auch, die Figuren lebendig zu gestalten, wie auch beispielsweise eine aus Bosnien kommende Kriminaltechnikerin zeigt. Atmosphärisch und spannend, resümiert sie und freut sich schon auf die Fortsetzung.
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