Obwohl Großcomputer und Personal Computer die gleiche Grundstruktur besitzen, aus den gleichen Bauelementen aufgebaut sind und ähnlich programmiert werden, handelt es sich doch um Artefakte, die aus grundsätzlich unterschiedlichen Kulturen hervorgegangen sind. An Hand prägnanter Beispiele wird die Entwicklung des Computers zum Werkzeug und Medium dargestellt. Dazu gehört die Formulierung einer einflußreichen "Papiermaschine" durch Vannevar Bush im Jahre 1945 und die Entwicklung eines ersten computerbasierten Mensch-Maschine-Systems für die Luftraumüberwachung am Massachusetts Institute of Technology während der 50er Jahre. Die Arbeiten von Douglas C. Engelbart und am Xerox Palo Alto Research Center während der 60er und 70er Jahre legten schließlich die Grundlage der aktuellen Computernutzung. Graphische Benutzungsoberflächen mit Fenstern, Menüs und Icons hatten dort ihren Ursprung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.07.2000
Bernhard Dotzler stuft das Buch in seiner ziemlich wolkigen Rezension als historisches Werk ein, da sein Gegenstand - der PC - schon im Verschwinden begriffen sei. Der Grund: mit der für die nächste Zukunft angekündigten Symbiose von Mensch, Maschine und Medien werde der PC überflüssig: "Wenn daher jetzt unternommen wird, seine Geschichte zu schreiben, ist es wie stets die Dämmerung, bei der die Eule der Minerva ihren Flug beginnt." Ein Resümee? Oder besitzt Herr Dotzler keinen PC?
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