Michael Fiedrowicz

Christen und Heiden

Quellentexte zu ihrer Auseinandersetzung in der Antike
Cover: Christen und Heiden
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2004
ISBN 9783534157907
Gebunden, 799 Seiten, 148,00 EUR

Klappentext

Die vorliegende Quellensammlung dokumentiert erstmals umfassend die intellektuelle Kontroverse zwischen Heiden und Christen während der ersten Jahrhunderte. Anhand repräsentativer Texte werden in historisch-systematischer Gliederung zunächst die verschiedenen Anlässe, Phasen und Protagonisten der Auseinandersetzungen vom 2. bis 5. Jahrhundert vorgestellt, anschließend die unterschiedlichen Argumentationsstrategien und Hauptthemen des zwischen Christengegnern und Apologeten ausgetragenen Disputs veranschaulicht. Die Fremdwahrnehmung des frühen Christentums und dessen argumentative Begründung des eigenen Wahrheitsanspruchs kommen dabei ebenso zur Sprache wie die religiös-philosophischen Hintergründe der Kritik, die heidnische Denker gegen jenes christliche Selbstverständnis formulierten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.01.2005

Der Autor ist Kirchenhistoriker, informiert Wolfram Kinzig, und vor ein paar Jahren habe er ein Handbuch der kirchlichen Apologetik veröffentlicht, das mittlerweile zum Standardwerk geworden sei. Das Quellenbuch zum Handbuch liegt nun auch vor, zu einem Preis, der allerdings nur gut betuchte Leser oder institutionelle Stellen zum Kauf animieren dürfte. Vom Aufriss her folgt der Quellenband dem Handbuch, das heißt man kann die beiden Bände nebeneinander legen und beim jeweiligen Stichwort den Originaltext in guter Übersetzung nachlesen, ergänzt um eine Einleitung und Anmerkungen. Noch reizvoller erscheint es Kinzig, sich auf die Quellentexte allein einzulassen, und ironisierend merkt er an, wenn man eins dem Band vorwerfen müsse, dann dass er nicht umfangreich genug sei (800 Seiten!). Friedrowicz habe sich vor allem auf die Texte der frühen Christen konzentriert, die ihre Religion gegen den Paganismus verteidigten und ihrerseits heftige Anfälle der Intoleranz gegen die Heiden bekamen. Dennoch sei es unrichtig, resümiert Kinzig seine aufgefrischte Kenntnis der Quellen, das Christentum pauschal für Obskurantismus und Intoleranz gegenüber Andersgläubigen verantwortlich zu machen. Friedrowicz habe gute philologische Arbeit geleistet.

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