Melanie Caroline Wigger

Vincent

Eine Geschichte über Freundschaft und Demenz
Cover: Vincent
Avant Verlag, Berlin 2026
ISBN 9783964451682
Gebunden, 240 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Als sich bei Vincent erste Anzeichen für eine Demenz zeigen, macht das nicht nur ihm zu schaffen. Sein bester Freund Robert sieht ihren gemeinsamen Stammtisch in Gefahr, der für ihn als Alleinstehenden weit mehr ist als nur ein regelmäßiges Treffen zum Kartenspielen. Eigentlich möchte er, dass alles so weitergeht wie bisher. Doch da macht ihm Vincents Erkrankung einen Strich durch die Rechnung. Er entscheidet sich, seinen Freund durch die verschiedenen Phasen der Demenz zu begleiten. Die sich über die Jahrzehnte festgeschriebenen Rollen in ihrer Freundschaft beginnen, sich zu verändern …Nebst klassischer Recherche mittels Büchern und Gesprächen absolvierte die Autorin ein drei Monate langes Pflegepraktikum im Alterszentrum Heimberg auf einer Station mit kognitiv beeinträchtigten Bewohner*innen."

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 31.10.2026

Gleich drei neue Graphic Novels nimmt Ralph Trommer in seiner Besprechung unter die Lupe: Die Schweizer Zeichnerin Melanie Carolin Wigger ist von ihrem Großvater dazu angeregt worden, sich in ihrem Debüt-Comic mit dem Thema Demenz zu befassen. Dafür hat sie sogar eine Zeit lang in einer Einrichtung für Demenzpatienten gearbeitet, schildert Trommer, herausgekommen ist eine "unaufgeregte", in Grau- und Ockertönen gehaltene Geschichte um den Protagonisten Vincent. Vincent und Robert, mittlerweile längst Rentner, sind seit der Schule befreundet, erzählt der Kritiker, aber Vincent kommt plötzlich nicht mehr in die Kneipe, schafft den Weg irgendwann nicht einmal mehr, und muss irgendwann in ein Heim. Ihn überzeugt, wie einfühlsam Wigger sowohl Roberts als auch Vincents Erleben aufs Papier bringt - für ihn ein tolles Buch zu einem Thema, das immer wichtiger wird.