Max Porter

Lanny

Roman
Cover: Lanny
Kein und Aber Verlag, Zürich 2019
ISBN 9783036957937
Gebunden, 224 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Uda Strätling und Matthias Göritz. Ein kleines abgelegenes Dorf. Es gehört den Menschen, die dort leben, ihren Freuden und Sorgen, ihrem Alltag und ihren Legenden. Doch es gehört auch dem mythischen Altvater Schuppenwurz, der aus seinem Schlaf erwacht ist, dem dörflichen Treiben zusieht und lauscht, immer auf der Suche nach seiner Lieblingsstimme: der Stimme von Lanny.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.04.2019

Als "wundersam wispernde Erdhymne" auf den Einklang mit der Natur preist Rezensent Bernhard Blöchl den zweiten Roman des britischen Schriftstellers Max Porter, der ihm aus drei Perspektiven vom Verschwinden des hypersensiblen kleinen Lanny erzählt. Hingerissen fährt der Kritiker fort: So "rhythmisch", experimentell, poetisch, sinnlich, bisweilen surreal und rätselhaft hat lange niemand von der Stadt-Land-Thematik erzählt, staunt Blöchl, der hier nicht nur der in Aufruhr versetzten Dorfgemeinschaft, sondern auch der mythischen Gestalt des Schuppenwurz lauscht. Und wie Porter dem Text auch grafisch alles abverlangt, was möglich ist, etwa in dem er das "Dauerrauschen" im Dorf in "tänzelnden Wörterbögen" darstellt, ringt dem Kritiker ohnehin größte Anerkennung ab.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 17.03.2019

Hymnisch bespricht Rezensent Andreas Platthaus diesen Roman des britischen Autors Max Porter, den der Kritiker literarisch mit frühen Werken von Julian Barnes und typografisch mit der Buchkunst eines Laurence Sterne vergleicht. Die in einer ganzen "Kakophonie" von Stimmen erzählte Geschichte um den sensiblen, eigensinnigen kleinen Lanny, dessen plötzliches Verschwinden eine ganze Dorfgemeinschaft in Aufruhr versetzt, erscheint dem Rezensenten nicht nur wie eine exzellente Mischung aus Psychothriller, Komödie und Gespenstergeschichte, sondern er liest hier vor allem eine brillante psychologische Studie, die Porter subtil mit "Phantasmen" anreichere. Wie die Übersetzer Uda Strätling und Matthias Görlitz die unterschiedlichen Tonfälle ins Deutsche übertragen haben, hat den Kritiker zudem tief beeindruckt.
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