In bester Tradition entlarvt Max Goldt einmal mehr die Absurditäten und Widersprüche des Alltags und rückt die vermeintlichen Nebenschauplätze des Lebens rücksichtslos in den Fokus - zum Schreien komisch. Als Meister der freischwebend-assoziativen, dabei stets präzise sezierenden Sprache verliert er aber niemals ganz seinen vornehmen, fast aristokratischen Tonfall.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.11.2014
Oliver Jungen lacht sich scheckig mit Max Goldt. Dass Goldts Texte zum Vorlesen gemacht sind, weiß Jungen spätestens seit diesem Hörbuch, dass Goldt ein "Goethe des Ungesagten" ist, auch. Laut Jungen unterscheidet gerade das Mitschwingende den Autor von den Mario Barths dieser Erde. Und wenn Goldt Hotelbewertungen wütender deutscher Urlauber collagiert und interpretiert, merkt der Rezensent, wie lyrisch der Autor in seinem Spätwerk geworden ist. Die Kombination von Poesie und Alltagsbeobachtung ist es, die Jungen hier vor allem begeistert.
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