Matthias Politycki

Vom Verschwinden der Dinge in der Zukunft

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Cover: Vom Verschwinden der Dinge in der Zukunft
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2007
ISBN 9783455400441
Gebunden, 253 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Matthias Politycki ist als Romancier und Lyriker bekannt; er hat sich aber auch immer den ästhetischen oder politischen Fragen der Zeit gestellt, in Debatten eingegriffen oder sie, dem herrschenden Konsens meist einen Gedankengang voraus, überhaupt erst angestoßen. "Erzählende Essays" könnte man die Texte dieses Bandes nennen, der Polityckis wichtigste Publikationen rund um den Jahrtausendwechsel versammelt: seine Streitschriften wie "Relevanter Realismus", "Der amerikanische Holzweg" oder "Weißer Mann - was nun?", aber auch stillere Prosastücke, die ihn als notorischen Ausflügler in unsre digitale oder ganz reale Alltagswirklichkeit zeigen. Politycki hat all diese geharnischten Abrechnungen und temperamentvollen Liebeserklärungen mit Hilfe zahlreicher Randbemerkungen bis an die aktuelle Gegenwart herangeschrieben; vor allem hat er aber auch zu jedem Text - ob übers Ende der Volksparteien oder die nicht enden wollende Welttournee der Rolling Stones - einen neuen eigenständigen Essay geschrieben, der das jeweilige Thema aus heutiger Sicht betrachtet oder es, nicht selten auf sehr persönliche Weise, ergänzt. Und er hat das Ganze mit einer Grundsatzerklärung "Alt werden, ohne jung zu bleiben" versehen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.06.2007

Viel Lärm um Wenig, macht Matthias Politycki in seinem Buch "Vom Verschwinden der Dinge in der Zukunft", findet Rezensent Roman Luckscheiter. Der Band versammelt Essays und andere Texte des Publizisten aus zehn Jahren. Die Texte reichen von Reiseberichten bis zu Auseinandersetzungen mit der Rolle des Intellektuellen. Politycki sieht sich laut Luckscheiter als Vertreter der "postintellektuellen 78er" die auf das Pathos der Nachkriegsliteratur ironisch antworten. Der Rezensent zitiert einige Passagen und notiert eine "luftige Unbestimmtheit". Zugleich seien die Essays jedoch mit Fußnoten versehen worden, als handele es sich um eine kritische Ausgabe neu entdeckter Handschriften aus dem Mittelalter. Der Rezensent findet das "grotesk". Und: Die Texte und ihr Autor kreisten damit schließlich doch nur um sich selbst.
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