Die vorliegende Gesamtdarstellung der Geschichte der Merowingerzeit vermittelt nicht nur einen ausgezeichneten Überblick über die politischen Prozesse in diesen fast 300 Jahren, sondern sie nimmt ebenso ausführlich den Alltag (Ernährung, Wohnen, Kleidung, Körperpflege, Medizin, Zeitvertreib), Bildung und Kultur (Bildungszentren, Schriftlichkeit), die Kirche (Mission, Bistumsorganisation, Klöster, religiöses Leben), Wirtschaft (Ackerbau, Handel und Verkehr) und das Rechtswesen (Hof, Beamtenschaft, Fehdewesen, Gerichte) in den Blick. Die durchgängige Quellennähe - manche der zitierten Quellen sind hier erstmals ins Deutsche übersetzt - sowie zahlreiche Illustrationen der wichtigsten kunsthandwerklichen Hinterlassenschaften und berühmter archäologischer Funde tragen zu einem vertieften Verständnis der Menschen in der damaligen Zeit bei.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.12.2003
Lange Zeit haben die Merowinger "ihren Hang zu grausamen Morden an Verwandten und ihre Dekadenz mit Sippenhaft in einem dunklen Verlies der Weltgeschichte" gebüßt, erklärt Christian Jostmann in seiner Besprechung von Martina Hartmanns Merowinger-Studie. Doch seit einigen Jahren läuft ein Rehabilitierungsverfahren, weiß der Rezensent, die ruhelosen armen Merowingerseelen zu beruhigen, und Martina Hartmann habe dazu einen lobenswerten Teil beigetragen. So liefert sie einen wirklich aktuellen Stand der Forschung, so der Rezensent weiter, der ebenso "sachkundig wie umfassend" ist. Berücksichtigt werden über die Dauer der dreihundertjährigen Hochphase von Politik bis hin zum Alltag alle Bereiche in gleicher Gewichtung. "Mitreißende Lektüre" dürfe der Leser allerdings nicht erwarten, dafür aber zahlreiche Zitate aus den bekannten Quellen und "großzügige Abbildungen" der archäologischen Zeugnisse, die von der Kultur der Merowinger künden.
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