Mark Benecke

Mordmethoden

Ermittlungen des bekanntesten Kriminalbiologen der Welt
Cover: Mordmethoden
Lübbe Verlagsgruppe, Bergisch Gladbach 2002
ISBN 9783785720998
Gebunden, 368 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Mark Benecke ist auf dem Gebiet der Forensik, der Gerichtsmedizin, eine international angesehene Koryphäe und wird immer wieder zur Auf-klärung schwieriger Mordfälle nach New York gerufen. Dieser Band enthält eine Sammlung der schwärzesten Kriminalfälle des 20. Jahrhunderts, darunter solche wie den Fall Heineken, Lindbergh, Pastor Geyer, O. J. Simpson, Seifert, Hetzel und Bartsch. Überaus lebendig und unterhaltend wird aber auch auf Fragen eingegangen wie: Gab es in modernen Zeiten noch Duelle? Kann man genetische Fingerabdrücke austricksen? Wie führt eine liegen gelassene Brille zu einem grauenhaften Blutbad? Wer außer O. J. Simpson weiß noch etwas über den Tod seiner Ex-Gattin?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.12.2002

Milos Vecs Urteil über dieses Buch, das verschiedene Kriminalfälle und ihre Aufklärung mittels naturwissenschaftlicher Methoden versammelt, ist zwiespältig. Er attestiert dem Autor, der sich als Kriminalbiologe auf die gerichtliche Insektenkunde spezialisiert hat, mit "Sachkunde und Begeisterung" für sein Gebiet zu erzählen. Gerade mit seiner Verbindung von Biologie und Kriminalistik könne Benecke seine Leser mitunter "regelrecht in seinen Bann ziehen", lobt der Rezensent. Was er problematisch findet ist die Wissenschaftsgläubigkeit des Autors, die keinen Raum für "Bedenken" lasse, die im Einzelfall bei der rückhaltlosen Ausnutzung naturwissenschaftlicher Methoden doch immerhin auftreten können. Dies sieht Vec in einem seltsamen "Kontrast" zu der "Umsicht und Vorsicht", die der Autor bei der Auswertung der wissenschaftlichen Indizien an den Tag legt. Und wo schließlich das Buch weitergehende Fragen nach dem "Warum" für die schreckliche Tat fragt, zeigt sich für den Rezensenten eine "irritierende Naivität". Als "Deutungsmuster der Wirklichkeit", so der Rezensent abschließend, sei dieses Buch dann auch zu "unterkomplex, moralisierend und fragwürdig".