Mario Campi

Skyscrapers

An Architectural Type of Modern Urbanism
Cover: Skyscrapers
Birkhäuser Verlag, Basel 2000
ISBN 9783764361303
Broschiert, 196 Seiten, 39,88 EUR

Klappentext

Mit 694 Abbildungen. Rund 100 der weltweit interessantesten Wolkenkratzer von den Anfängen dieses Bautyps (1890) bis in die nähere Zukunft sind in dieser Dokumentation versammelt. Nach einer allgemeinen Einleitung wird im Buch jedes Hochhaus auf einer großformatigen Doppelseite mit Text und Illustrationen nach folgenden Kriterien analysiert: städtebauliche Leistung, Fassade / Hülle, Tragstruktur, Haustechnik. Die kritische Auswahl - sie beinhaltet auch einige noch nicht ausgeführte aktuelle Projekte - berücksichtigt die zu ihrer jeweiligen Zeit innovativsten, epochemachenden Wolkenkratzer. Anhand der insgesamt rund 1000 Pläne, technischen Detailzeichnungen, Axonometrien und Fotos der Gebäude entsteht, dank der systematischen Aufbereitung und der daraus folgenden Vergleichbarkeit, ein Referenzwerk.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.01.2001

Wolfgang Pehnt bespricht zwei Bücher, die die Architektur von Hochhäusern zum Thema haben und beide auf Englisch publiziert worden sind. Er stellt fest, dass sie sich trotz des gleichen Titels inhaltlich kaum überschneiden.
1) Mario Campi: "Skyscrapers"
Der Rezensent will nicht recht einsehen, warum dieses in der Schweiz publizierte Buch nicht in deutscher Sprache herausgegeben wurde. Dem Buch, das architektonische Beispiele des gerade zuende gegangenen Jahrhunderts versammelt, ist nicht anzusehen, an welche Leserschaft es sich wendet, findet der Rezensent, denn für das Fachpublikum sind die Einzelbeschreibungen der Hochhäuser zu kurz, für interessierte Laien ist es wiederum einfach zu trocken aufbereitet. Die Abbildungen sind so "grau" wie die Texte und auf eine spannende Darbietung wurde schlicht verzichtet, moniert der Rezensent. Tadelnswert findet Pehnt auch den Verzicht auf "historische Voraussetzungen" sowie auf Schnitte und Grundrisse.
2) Zukowsky / Thome (Hrsg.): "Skyscrapers"
An diesem Buch, das als Begleitbuch zu einer Ausstellung des Art Institute of Chicago entstanden ist, hebt der Rezensent zumindest lobend hervor, dass es Abbildungen in Farbe und einen "lesbaren Text" enthält, aber so recht begeistert ist er auch hier nicht. Die Autoren, die Hochhäuser aus dem 21. Jahrhundert ankündigen, aber doch mangels einer ausreichenden Zahl von Projekten auf die letzten fünf Jahre des 20. Jahrhunderts zurückgreifen müssen, haben sich jede kritische Bemerkung verkniffen, ärgert sich der Rezensent. Seltsam findet er das "Höhenfaible" der Autoren, und er gibt zu bedenken, dass "Form und Dekor" sowie technische und ökologische Überlegungen wichtiger sein sollten als die reine Höhe eines Gebäudes.
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