Aus dem Spanischen von Susanne Lange. Einen ganz eigenen Reiz haben seit je die schöpferischen Querverbindungen zwischen Poesie und bildender Kunst ausgeübt: Gedichte, die zu Bildern angeregt haben, Bilder, die Gedichte hervorgebracht haben. Der große mexikanische Lyriker Octavio Paz (1914 - 1998) war fasziniert von den Gebilden, die unter den Händen seiner Frau, der Künstlerin Marie Jose Paz, entstanden. Aus aufgesammelten Dingen - Bändern, Knöpfen, Schnallen, Eintrittskarten, Streichhölzern - schuf sie Collagen und Assemblagen, deren bildnerische Poesie ihn dazu brachte, das dem Auge Sichtbare in Worte zu verwandeln: Figuren und Variationen. "Die Gischt der Tage" nennt Octavio Paz das so Entstandene in seinem Nachwort und pointiert damit die Leichtigkeit, die diesen Gebilden innewohnt und der er mit seinen zwölf vollkommenen kleinen Gedichten eine andere Art von Dauer verleiht. Was so entstanden ist, läßt sich mit einem emblematischen Lieblingsbegriff von Octavio Paz erfassen: Zwiegespräche.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 31.08.2005
Marie Jose Paz, die Frau des Dichters Octavio Paz, habe jahrelang Alltagsdinge wie Briefmarken oder Eintrittkarten gesammelt und in Collagen verarbeitet, erzählt Rezensent Uwe Stolzmann zu der Entstehungsgeschichte des Büchleins. Octavio Paz habe sich von diesen Objekten angesprochen gefühlt und mit Gedichten geantwortet. Das Ergebnis betrachtet der Rezensent als "zwölf intime Dialoge zwischen Wort und Bild" und zugleich als "Kunstdialoge" zwischen Octavio und Marie Jose Paz. Der Dichter habe die Ding-Objekte als "Brücken zum unendlich Kleinen" bezeichnet, oder auch als "Fenster, die auf ein nowhere gehen". Entstanden seien die Dialoge und somit das vorliegende "anrührende Bändchen", so der Rezensent, in den letzten Lebensjahren des Dichters. Und ganz zuletzt habe Octavio Paz den Wunsch geäußert, sie in einem Buch zu veröffentlichen.
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