Mariana Mazzucato

Das Kapital des Staates

Eine andere Geschichte von Innovation und Wachstum

Klappentext

Aus dem Englischen von Ursel Schäfer. Die Ökonomin Mariana Mazzucato widerlegt den Neoliberalismus: Wann und wo immer technologische Innovationen zu wirtschaftlichem Aufschwung und Wohlstand geführt haben, hatte ein aktiver Staat die Hand im Spiel. Von der Elektrifizierung bis zum Internet - Motor der Entwicklung, oft bis zur Markteinführung, war stets der Staat. Innovationen und nachhaltiges Wachstum, das derzeit alle fordern, werden also kaum von der Börse kommen. Viel eher von einem Staat, der seine angestammte Rolle neu besetzt, sein einzigartiges Kapital nutzt und mit langem Atem Zukunftstechnologien wie den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreibt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.12.2014

Auch den liberalen Staatsskeptikern kann Caspar Busse dieses Buch der in Sussex lehrenden Ökonomin Mairiana Mazzucato empfehlen, die mehr, nicht weniger Staat fordert. Denn wie sie zeige, seien die größten und revolutionärsten Innovationen nie von der Wirtschaft, sondern vom Staat ausgegangen: Eisenbahnen, Internet, Pharmaforschung, Nanotechnologie. Der Rezensent will ihr in seiner kurzen Rezension nicht widersprechen, doch würde er etwa die Rolle Steve Jobs höher bewerten als Mazzucato: Aus staatlich entwickelten Akkus, Touchscreens und MP3s ein cooles Produkt zu machen, sei nicht nur Abstauberei, sondern echteLeistung (auch wenn Apple dafür dann nicht mal Steuern zahlt).
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 25.09.2014

Die "schöpferische Zerstörung", wie Joseph Schumpeter einmal den Fortschritt im Kapitalismus beschrieb, mag an und für sich kein Mythos sein, laut der Wirtschaftsprofessorin Mariana Mazzucato schreiben moderne Ökonomen sie allerdings dem falschen Akteur zu, berichtet Mathias Greffrath. Es seien eben nicht die kleinen Start-Ups, die kreatives Potenzial in der Gesellschaft freisetzen, sondern "der größte Unternehmer", der Staat, der für die wesentlich umbrechenden Schöpfungen verantwortlich war, erklärt der Rezensent. Ohne staatliche Gelder, ohne die staatlich finanzierte Forschung an den Universitäten, ohne den Ausbau der Infrastruktur in Transport und Informationstechnologien, ohne Innovationen an jener Basis also, an der beinahe ausschließlich der Staat arbeitet, gäbe es die jeweiligen Umsetzungen von Apple und Co. gar nicht, fasst Greffrath zusammen. Mazzucato will deshalb vor allem eines, verrät der Rezensent: eine angemessene Gewinnbeteiligung des Staates, damit er diese seine Funktion weiter ausführen kann.
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