Nach der erfolgreichen Neuausgabe des Debütromans der lange vergessenen Wiener Autorin "Die Vergiftung" im Dezember 2014 ist der Das vergessene Buch Verlag stolz, nun auch das Hauptwerk der Autorin einem größeren Lesepublikum endlich wieder zugänglich machen zu können. Als Herausgeber firmiert wieder der Wiener Germanist Johann Sonnleitner. Er hat ein umfassendes Nachwort beigesteuert.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 08.12.2015
Franz Haas sieht in Maria Lazar eine begnadete Stimmenimitatorin. Ihren 1932 in einem österreichischen Städtchen spielenden Roman schätzt er wegen der satirisch angelegten Faschismuskritik, der verlässliche Recherche und einem Figurenreigen, der das gesamte Kleinbürgertum abbildet und vielstimmig wiedergibt. Auktoriale Rede, Figurenrede und innere Monologe machen dem Rezensenten Freude und lehren ihn zugleich das Gruseln, weil sie das Heraufziehen des Faschismus in der Provinz so trefflich vermitteln, wie er meint.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Ulf Poschardt: Bückbürgertum Gefährlicher als die Shitbürger sind die Bückbürger. Jene Konservativen und Liberalen, CEOs und Manager, Bischöfe und Intellektuelle, Kanzlerinnen und Kanzler die - wider… Elfriede Jelinek: Unter Tieren Die Wege des Geldes sind unergründlich. Trotzdem bestimmt es unser Leben, also verfolgt Elfriede Jelinek hartnäckig seine Spur. Von der Bibel bis zu René Benko, von blanker…