Maren Urner

Schluss mit dem täglichen Weltuntergang

Wie wir uns gegen die digitale Vermüllung unserer Gehirne wehren
Cover: Schluss mit dem täglichen Weltuntergang
Droemer Knaur Verlag, München 2019
ISBN 9783426277768
Kartoniert, 224 Seiten, 16,99 EUR

Klappentext

Warum wir vor lauter News die Nachrichten übersehen. In ihrem Sachbuch erklärt die Neurowissenschaftlerin Maren Urner, warum uns die Informationsflut der modernen Medien überfordert und welche Auswege es gibt. Egal ob morgens in der Zeitung, abends im TV oder gleich den ganzen Tag im Liveticker auf dem Smartphone: Kriege, Skandale, Terroranschläge, Katastrophen. Der Welt scheint es so schlecht zu gehen wie noch nie, und in Zukunft wird alles noch schlimmer. Diese Sicht der Dinge drängt sich auf, wenn wir uns in den Medien über den Zustand der Welt informieren.
Maren Urner warnt vor den fatalen Auswirkungen dieser Art von Berichterstattung: Wir sind ständig gestresst, unser Gehirn ist dauerhaft im Angstzustand, und unsere Sicht auf die Welt wird durch Schwarz-Weiß-Malerei und Panikmache verzerrt. So gewinnen wir keinen Überblick über die Geschehnisse, sondern bleiben überfordert und hilflos zurück.
Mit ihrer wissenschaftlichen Expertise erklärt die Autorin, was in der modernen Medienwelt schiefläuft und wie unser Steinzeithirn täglich von der digitalen Informationslandschaft überfordert wird. Als Gründerin von Perspective Daily berichtet Maren Urner aber auch von einer Alternative: von einem Online-Magazin, das lösungsorientiert berichtet. Als Neurowissenschaftlerin und Vorreiterin des Konstruktiven Journalismus in Deutschland erzählt sie von einer Berichterstattung, die uns nicht hoffnungslos zurücklässt, aber auch nichts schönreden will - inklusive interaktivem Crashkurs in kritischem Denken.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 08.08.2019

Maren Urner fügt den vielen schlechten Nachrichten, die unser armes Steinzeithirn verarbeiten muss, noch eine hinzu: Journalismus ist auch nicht die Lösung. Rezensentin Vera Linß fühlt sich von der Neurowissenschaftlerin Urner "überraschend unterhaltsam" über den Stress informiert, in den unsere Hirne durch das tägliche Informationsgewitter versetzt werden. Allen Ernstes schlägt Urner dagegen eine neurowissenschaftlich sensible Version eines "konstruktiven Journalismus" vor, der den armen Menschen all jene Nachrichten, die manchmal mehr stressen als die Ereignisse selbst, etwas schonender verabreicht. Linß findet diese Idee gut.

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