Marcel Lepper

Philologie

zur Einführung
Cover: Philologie
Junius Verlag, Hamburg 2012
ISBN 9783885060635
Broschiert, 180 Seiten, 13,90 EUR

Klappentext

Philologie ist ein Hochwertbegriff. Er verspricht handwerkliche Sorgfalt und profunde Kenntnis untergegangener Sprachen. Was aber macht die philologische Tätigkeit aus, aus welchen Traditionen kommt sie, welche Fragen beantwortet sie? Will die Philologie strukturelle Erkenntnisse über sprachliche Phänomene gewinnen – oder beschränkt sie sich auf die kunstvolle Pflege von Texten? Und wie positionieren sich europäische Philologen zu außereuropäischen Formen der Gelehrsamkeit? Gehört die Philologie ins Museum der Praktiken des 19. Jahrhunderts? Welches radikale Potenzial birgt die Aufklärungsphilologie, wie erfindet die Philologie ihre Rolle im digitalen Zeitalter neu? Diese Einführung gibt einen umfassenden Überblick und diskutiert Ansprüche und Verfahren sowie Krisen und Konjunkturen der philologischen Disziplin.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.02.2013

Höchst erfreulich findet Barbara von Reibnitz diesen Buchbeweis für die Befreiung der Philologie von elitärem Dünkel und Eurozentrismus. Mit diesem Autor würde sie gerne noch einmal die Propädeutik durchmachen. Wie Marcel Lepper Traditionen, Arbeitsweisen und Fragestellungen des Fachs konzis strukturiert und vor allem vor weit gespanntem Horizont erörtert, gefällt der Rezensentin ausnehmend gut. Philologie zwischen Grammatik und Hermeneutik, diese Perspektive kennt von Reibnitz bereits. Leppers Einbeziehung von nah- und fernöstlichen Traditionen, der Geschichte nordafrikanischer und japanischer Bibliotheken sowie arabistischer und hebraistischer Schriftkulturen und auch politischer Aufgabenstellungen in den Problemkreis Philologie, erscheint ihr allerdings frisch und richtungsweisend.

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