Manuel Rivas

Die Nacht, in der ich auf Brautschau ging

Erzählungen
Cover: Die Nacht, in der ich auf Brautschau ging
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002
ISBN 9783518399378
Kartoniert, 157 Seiten, 8,00 EUR

Klappentext

Aus dem Galicischen von Elke Wehr. Liberto heißt die Bauchrednerpuppe in der Erzählung "Die Nacht, in der ich auf Brautschau ging", die das in Worte fassen kann, was sich ein junger Mann seiner Angebeteten nicht zu sagen traut. "Ein einsamer Seemann", in einem Sturm umgekommen, steht am Tresen und bestellt wortlos noch ein Bier. "Bumm, du bist tot, Papa", ruft der Sohn des Greenpeace-Anhängers mit gezücktem Regenschirm, denn "Nichts soll bleiben".

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.03.2003

Bei aller "Modernität" der Schauplätze und Ereignisse, so die Rezensentin Jutta Person, steht Manuel Rivas doch in der Tradition des viel beschworenen "magischen Realismus", denn im Grunde geht es um "Archetypisches, um Seemannsgarn und Bauernschläue, um Dorffeste und Rivalitäten, die sich über Generationen hinweg fortsetzen". Und ehe man sich versieht, so die Rezensentin, ist man schon von den "zeitlosen, fossilhaften Figuren" dieser neunzehn "brillant übersetzten" Erzählungen gefangengenommen, vom "geschickten Taschenspieler" Rivas mit seiner "hintergründig funkelnden" Skurrilitätensammlung in die Tasche gesteckt, und nicht zum gebannten Leser, sondern vielmehr zum gebannten "Zuhörer" geworden.
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